Auf der Venus leben die Leute anders als auf der Erde. Der Tag dauert monatelang, man wohnt am Nord- oder Südpol und arbeitet in den gemäßigten Zonen, die gerade kultiviert werden. Man ist Landschaftsgestalter, Botaniker, Zoologe, Gärtner, Tierpfleger - um die industrielle Produktion braucht sich niemand zu kümmern, die läuft vollautomatisch. Die Äquatorzone allerdings ist noch wüst und heiß, und dort wie auch anderswo gibt es hin und wieder schwere und gefährliche Arbeiten, die von Gruppen freiwilliger junger Männer übernommen werden, den sogenannten Kommandos. Manches in ihrer Organisation und Struktur erinnert an eine Einrichtung, die es in historischer Zeit auf deralten Erde gegeben hatte und die dort Militär genannt wurde. Aber das wissen die wenigsten. Man geht zu den Kommandos, um die Lebensbedingungen der einige Millionen zählenden Venusbevölkerung zu sichern, um Abenteuer zu erleben, sich in Mut und Disziplin zu üben oder auch einfach, weil es dazugehört. Die Aufträge, die die Kommandos ausführen, betreffen meist Arbeiten zur Umgestaltung des Planeten. Manchmal gibt es aber auch Einsätze, auf die niemand so richtig vorbereitet ist. Und wenn es sich noch dazu um ein Problem handelt, das auch für die anderen Vereinigten Planeten lebenswichtig ist, dann bedeutet das eine Bewährungsprobe nicht nur für die jungen
Freiwilligen, sondern ebenso für ihre Vorgesetzten.
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