1967 jährte sich der Thesenanschlag des Reformators Martin Luther zum 45o. Mal.
Das Wittenberg des 16. Jahrhunderts, in dem der Universitätsprofessor, Stadtpfarrer,
Augustinermönch und Ordensvikar Luther lebt und wirkt, läßt Hans Lorbeer uns erleben:
eine kleine, leidlich befestigte Stadt, die der Kurfürst Friedrich der Weise zu seiner Residenz und Universitätsstadt erwählte.
In der verhaltenen Liebesgeschichte um die arme Dienstmagd Barbara und den Klein-
schmiedegesellen Thamm wird der Leser in das von Empörung geladene Jahr des Thesenanschlags und des aufkommenden Sturmes der Reformation geführt. Wir sehen Luther als einen von Zweifeln geplagten und doch so tapfer um Klarheit ringenden Menschen, der mehr wagt, als er weiß, und daher nach anfänglichen Erfolgen mit der menschenfeindlichen, starren, finsteren Gesellschaftsordnung zusammenstößt.
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