Das Haus Savoyen, das von 1861 bis 1946 die Könige von Italien stellte, gehört zu den ältesten Adelsgeschlechtern Europas. Faszinierende Herrscher wie Herzog Emanuel Philibert und geniale Feldherren wie Prinz Eugen entstammten dieser Familie. Von ihrem Erbland südlich des Genfer Sees aus drangen die Grafen von Savoyen bereits im Mittelalter bis Norditalien vor. 1721 entstand aus dem Herzogtum Savoyen das Königreich Sardinien-Piemont, das im 19. Jahrhundert die Keimzelle des italienischen Nationalstaats bildete. 1861 bestieg Viktor Emanuel II., der „Vater des Vaterlandes“, den Thron. Die Verstrickung der Monarchie in den Faschismus führte 1946 zur Gründung der Republik Italien und zur Verbannung der Königsfamilie, die erst 2002 in ihr Heimatland zurückkehren durfte.
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