Der Marschall der Sowjetunion Iwan Stepanowitsch Konew gehörte zu den profiliertesten Heerführern der Sowjetarmee. Nach dem zweiten Weltkrieg befehligte er lange Zeit die Gruppe der in Deutschland stationierten sowjetischen Streitkräfte. Als Oberbefehlshaber der 1. Ukrainischen Front hatte er wesentlichen Anteil an den Erfolgen der Berliner und der Prager Operation. In seinen vorliegenden Memoiren berichtet Konew vor allem, und das ist besonders interessant für die deutschen Leser, über den Verlauf der Berliner Operation. In diesem Zusammenhang behandelt auch Konew Fragen der Kriegskunst. Er geht in seinen Schlußfolgerungen auf die Weiterentwicklung der Grundsätze des Einsatzes von Panzerarmeen, des Forcierens in unmittelbarer Verbindung mit einer Durchbruchsaufgabe ein. Daneben stellt er aber auch allgemeine Probleme dar, wie das der Erziehung von Offizierspersönlichkeiten. Ausführlich wird der Leser darüber informiert, wie Operationen des Jahres 1945 organisiert und durchgeführt wurden. Er gewinnt damit einen Einblick in die verantwortungsvolle Tätigkeit eines sowjetischen Heerführers, erfährt von der Kompliziertheit der gestellten Aufgaben, die Konew in enger Zusammenarbeit mit seinen Offizieren löste.
Es wurden bisher keine Bewertungen abgegeben.