In keinem anderen Königreich Europas folgten Größe, Niedergang und Wiederaufstieg so hart aufeinander wie in Norwegen. Um das Jahr 1000 war das Land die Heimat der kühnsten Wikinger und eine Großmacht auf dem Nordatlantik. Im späten Mittelalter fiel seine Krone jedoch an Dänemark, und Norwegen sank zur Provinz herab. Ein erster Versuch der nationalen Wiedergeburt scheiterte 1814 am Zugriff des Königs von Schweden, der fortan in Personalunion über beide Länder regierte. 1905 glückte den Norwegern der Befreiungsschlag: Sie sagten sich von Schweden los und beriefen den dänischen Prinzen Carl als Haakon VII. zum Herrscher ihres erneuerten Königreichs. Sein Enkel Harald V., der 1991 den Thron bestieg, verkörpert heute eindrucksvoll den unabhängigen norwegischen Staat.
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