William Makepeace Thackeray über Tobias Smollett
(Aus dem 1851 erschienenen Essayband ›Die englischen Humoristen des18. Jahrhunderts‹)
›Von vornehmer Geburt und geringem Vermögen, verläßt er seine Heimat im Norden, um, mit Mut, Verlangen und Scharfsinn ausgestattet, in der Welt sein Glück zu machen und sich durchzuschlagen. Sein Helmschmuck ist eine zerborstene Eiche, aus der doch noch grüne Blätter sprießen. Auf seinem alten Wappenschild sind ein Löwe und ein Horn zu sehen; dieser sein Schild wurde verbeult in hundert Kämpfen und Streitigkeiten, durch die ihn der standhafte Schotte tapfer trug. Irgendwie erscheint er immer als Gentleman -
durch all seine Schlachten und Kämpfe, seine Armut, seine schwer errungenen Erfolge und seine Niederlagen. Seine Romane sind Erinnerungen an eigene Abenteuer, seine Gestalten, wie ich mir vorstelle, nach Personen gezeichnet, die er im Laufe seines Lebens kennenlernte ... Er war, glaube ich, nicht sehr groß im Erfinden, aber er besaß eine höchst scharfe Beobachtungsgabe und beschrieb, was er sah, mit wunderbarem Vergnügen und einem ergötzlichen kraftvollen Humor .<
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