Werner Holt - zwei Jahre folgten wir ihm durch die Hölle des Krieges, aus der er nun heimkehrt, die Stille der Friedhöfe empfängt ihn. Er lebt, aber er weiß nicht mehr, was das ist: Leben. Er kennt nur den Tod, aber er starb nicht. Er kehrte heim - zu Gundel, in das Haus des Vaters. Aber auch hier glaubt er in einer Welt zu sein, die sinnlos anmutet, weil er keinen Sinn in ihr findet. Er begegnet Menschen, die Zuchthäusern entkamen: Sie lehren Hoffnung. Er aber fühlt sich als Strandgut des Krieges, das ruhelos, ziellos durch diese Welt treibt - fort auch von Gundel, deren Liebe an seiner Kälte erfror. In lärmenden, grellbunten Lokalen, wo das Vergessen mit geschminkten Mündern am Tisch sitzt, beginnt sein Irrweg. Auf Wegschildern: Namen von Städten und Mädchen. Hamburg: wo Biedermänner von einem Geschäft reden - sie meinen den Krieg. Die Einsamkeit blauschwarzer Wälder: wo Uta lebt, fern aller Kälte der Welt - fern aller menschlichen Wärme. Holt reißt sich los: er will einen Weg gehen, der zu seinem Vater, zu Gundel zurückführt. Er will seinen Weg gehen ...
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