In diesen fiktiven ›Aufzeichnungen‹, die in tagebuchartiger Folge von Erinnerungen, Impressionen, philosophischen und ästhetischen Reflexionen den Lebensweg eines jungen dänischen Dichters zum Tode darstellen, spielt Autobiographisches eine große Rolle. Doch Malte ist nicht Rilke, sondern sechs Jahre lang ein Medium zur Selbstverständigung über das klassische Thema der Einheit von Kunst und Leben. Dieser Entwicklungsroman - Ergebnis des in Gefahr gewesen Seins‹ (Rilke) ist in seiner Gesamtproblematik
ein beziehungsreiches und minutiöses poetisches Dokument der zerstörerischen Entfremdung des Menschen in der spätbürgerlichen Welt voll Maskenhaftigkeit und Preisgegebenheit. Den biographischen und werkgeschichtlichen Gehalt wie die im Künstlerisch-Existentiellen wurzelnden Plagen und Note des Dichters erhellen der Essay ›Der
Einsame und seine Welt< wie die Briefauswahl im Anhang dieses Bandes.
Es wurden bisher keine Bewertungen abgegeben.