Hermann, ein junger Werbeunternehmer, wird von einem Anruf augeschreckt: Sein Bruder, der am Rand der Steppe eine Tankstelle betreibt, ist spurlos verschwunden. Jemand muss dafür sorgen, dass die Geschäfte weiterlaufen. Am Ort des Geschehens, unweit der grossen Strasse vom Kohle- und Stahlrevier Donbass nach Charkia, trifft Hermann auf die Angestellten seines Bruders. Er verliebt sich in Olga, die eigenwillige Buchhalterin, und versucht, die Tankstelle vor den Attacken eines örtlichen Oligarchen zu retten.
Die Gegend um die verstaubte Fabrikstadt, die einmal Woroschilowgrad hiess, wird in vielen Episoden des spannenden Romans poetisch aufgeladen. In einer seltsam surrealen Industrielandschaft, bevölkert von Kosaken und Tataren, nimmt auch die traumatische jüngere Geschichte Geistergestalt an. Zhadan entwirft ein Gegenbild zu Andruchowytschs Mitteleuropa-Mythos: sein versunkenes Atlantis ist der sowjetische Süden, die Kornkammer, die Steppe. Dieses letzte Territorium erweckt er zum Leben, aber nicht als Melancholiker, sondern als Anarchist: "die grosse Leere diesseits von Stalingrad" - das ist ein Raum grenzenloser Freitheit
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