Titel
Die (Ver)Bildung des jüngeren Dürer
Ausgabensprache
Deutsch
Übersetzt von
Alexander Pankow Christiane Pankow
Verlag
Verlagsreihe
ISBN
3351003129
EAN
9783351003128
Ausgabe
Gebundene Ausgabe (Pappe)
Inhalt/Klappentext

In einer seiner schönsten Dichtungen erzählt der Romantiker Eichendorff die Geschichte eines Müllerssohnes, der, von seinem Vater ein Taugenichts gescholten, nach Italien zieht, um sein Glück zu suchen. Anderthalb Jahrhunderte später liest der arbeitslose neunzehnjährige Niederländer Herman Dürer diese Novelle, während er eine zweimonatige Gefängnisstrafe wegen Rowdytums verbüßt, und ist fasziniert. Er fühlt sich dem Taugenichts verwandt und glaubt in Italien den langersehnten Hort der Freiheit und Menschenwürde zu erkennen; das Buch wird zur Richtschnur seines Lebens. Aus der Haft entlassen, findet sich Dürer weniger denn je in seiner Umwelt zurecht. Die zwischen Plackerei und Fernsehen pendelnde, von Konsumdenken und Anpassung gezeichnete Wohnsilo-Existenz der Eltern ödet ihn an. So bricht er per Anhalter nach Italien auf, kommt aber nur bis München. Dort macht ihm die Begegnung mit italienischen Gastarbeitern schockartig klar, wie es im Land seiner Sehnsucht heute wirklich aussieht. Verstört irrt er durch die Stadt, die ihm als Inkarnation all dessen erscheint, was er haßt. Er wünscht, er wäre einer der vier Apokalyptischen Reiter, die sein berühmter Namensvetter, der ältere Dürer, in Holz geschnitten hat, und könnte alle Ungerechtigkeit dieser Welt rächen. Als er schon nicht mehr ein noch aus weiß, trifft er Sabine, eine Musikstudentin, auf dem Trip nach England. Einen Tag und eine Nacht verbringen sie zusammen, und Dürer schöpft noch einmal Hoffnung. Doch am Morgen findet er statt des Mädchens nur ihre Abschiedszeilen neben sich auf dem Bett. Da dreht er durch und läuft Amok ...

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Auflagen
Cover Auflage Seitenanzahl Erscheinungsjahr
Cover von Die (Ver)Bildung des jüngeren Dürer Erstauflage 206 1986
Cover von Die (Ver)Bildung des jüngeren Dürer
Auflage
Seitenanzahl
206
Erscheinungsjahr
1986