Tupac Amaru ist der große Freiheitsheld der Indianer Lateinamerikas, ähnlich wie Thomas Müntzer in unserem Land. Und was in unserem Bauernkrieg Zwickau, Allstedt und Frankenhausen bedeuten, waren dort die Orte Tungasuca, Tinta, Cusco ...
Sie liegen in über 4000 Meter Höhe in der Hochkordillere von Perú. Dr. Kurt Kauter, Schriftsteller und Geologe, ist ein guter Kenner der lateinamerikanischen Verhältnisse. Er ist den Spuren des berühmten Indianerführers gefolgt, hat die Gebirgspfade durchwandert, auf denen vor 200 Jahren die Scharen der Freiheitskämpfer gezogen sind, hat Menschen aufgesucht, die heute dort leben, wo ihre Vorfahren gelebt und gekämpft haben. Ergebnis seiner Reise und seiner umfangreichen Studien ist der vorliegende interessante Tatsachenbericht über den ungewöhnlichen Lebensweg des Inkanachfahren Tupac Amaru und seine rebellische Zeit. Seit Beginn der Konquista gab es Widerstand gegen die Zerstörung des Inkareiches, gegen Unterjochung und Dezimierung. Ein Höhepunkt dieser Bewegung war der Indianeraufstand unter José Gabriel Condorcanqui, der sich in Anlehnung an seinen Ahn Tupac Amaru nannte. Dieser Kampf war die bis dahin mächtigste Erhebung gegen die spanische Fremdherrschaft. 60000 Indianer folgten dem Ruf des Inkasprosses. Das schlecht bewaffnete, im Kampf ungeübte Riesenheer wagte das Äußerste: Die Indianermassen griffen die Spanier in der alten Inkahauptstadt Cusco an, berannten acht Tage lang die Befestigungsanlagen, wurden - mit Mühe - abgeschlagen, verloren den Kampf und wurden schrecklichen Verfolgungen ausgesetzt. Das Andenken an die mutige Schar und ihren Anführer ist bis heute lebendig in Perú, ja in ganz Lateinamerika.
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