Wohl jeder, der einmal ins Erzgebirge
kam, kennt die mächtigen Türme der
Augustusburg, jenes Renaissancebau-
Werkes, das weit über diese Landschaft
hinaus vorn Wirken des Baumeisters
Hieronymus Lotter künclet.
Johannes Arnold erzählt in seinem hi-
storischen Roman von der Kraftprobe
zwischen dem sächsischen Kurfürsten
August I. und seinem Baumeister, und
er erzählt von den Schwierigkeiten, in
vier Jahren dieses Bauwerk zu errich-
ten. Viele Figuren werden sichtbar:
Bauleute und Handwerker, Gauner
und Mörder, Fuhrleute und Hofbe-
amte. Sie alle geraten in den Bannkreis
dieses mächtigen Unternehmens, und
sie alle haben sich darin zu bewähren.
So gibt der Roman nicht nur ein farbi-
ges Bild von Zeit und Kultur der deut-
schen Renaissance, sondern macht am
Schicksal Hieronymus Lotters deut-
lich, welche Entscheidungen von einem
Künstler jenes Jahrhunderts gefordert
wurden.
Es wurden bisher keine Bewertungen abgegeben.