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Theodor Fontanes anekdotenreicher autobiographischer Roman gehört zu den schönsten Jugenderinnerungen deutschsprachiger Autoren. Unsentimental und unpathetisch, mit schmerzlich-freundlicher Ironie erinnert sich der alternde Dichter in seinem 73. Lebensjahr (1892) an die glücklichen Tage seiner Kindheit in der kleinen Ostseestadt Swinemünde, an die Spiele im Elternhaus, in der Stadt und am Hafen, an Fest- und Schultage, an Spielkameraden und Honoratioren, vor allem aber an seinen Vater, den Apotheker Louis Henri Fontane aus der südfranzösischen Gascogne. Fontanes ebenso pietätvolle wie unbestechlich wahrhaftige Schilderung dieses Mannes voller Ruhmredigkeit und Schwindelgeist, aber auch echter, vorurteilsfreier Menschlichkeit >ist wohl die größte Probe seiner Dichterkraft, deren bestes Geheimnis immer darin lag, auch das Verletzende mit Anmut und Zartheit vorzutragen‹.
(Jakob Julius David)
Es ist etwas unbedingt Zauberhaftes um seinen Stil und namentlich um den seiner alten Tage ... Mir persönlich wenigstens sei das Bekenntnis erlaubt, daß kein Schriftsteller der Vergangenheit oder Gegenwart mir die Sympathie und Dankbarkeit, dies unmittelbare und instinktmäßige Entzücken, diese unmittelbare Erheiterung, Erwärmung, Befriedigung erweckt, die ich bei ... ihm empfinde.
Thomas Mann
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