BRUNO 'APITZ, 1900 in Leipzig als zwölftes Kind eines Wachstuchdruckers geboren, erlernte das Handwerk des Stempelschneiders. Mit vierzehn Jahren trat er der SAJ, mit siebzehn der Liebknecht-Jugend bei. Er wurde wegen Kriegsgegnerschaft verhaftet, die Novemberrevolution befreite ihn. Am Leipziger Buchhändlerstreik beteiligte er sich und am Generalstreik gegen den Kapp-Putsch. Er nahm Schauspielunterricht und war einige Zeit Schauspieler, später arbeitslos. 1927 wurde er Mitglied der KPD, zugleich begann er sich schriftstellerisch zu versuchen. 1933 verhaftet, nach Monaten wieder entlassen, wegen illegaler Arbeit 1934 erneut eingekerkert, verbrachte er von 1937 an acht grauenvolle Lagerjahre in Buchenwald. 1955 bis 1957 gestaltete er seine Buchenwalderlebnisse in dem erschütternden Romanwerk „Nackt unter Wölfen“, mit dem er Weltruf erlangte. Am Schicksal eines Kindes wird die Grausamkeit der Faschisten, aber auch die tiefe Solidarität der politischen Häftlinge deutlich, die ihr Leben auf die Waagschale legen, um ein einziges kleines Kind, aber mit ihm die eigene Menschlichkeit vor dem Untergang zu retten.
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