„Irgendwo und nirgendwo“ in Masuren liegt das Dörfchen Suleyken, zu erreichen mit einer Kleinbahn namens „Popp“. Hier leben Menschen mit einer „Seele, zu deren Eigenarten blitzhafte Schläue gehörte und schwerfällige Tücke, tapsige Zärtlichkeit und eine rührende Geduld“. Mit schelmischer Leichtigkeit beschreibt Siegfried Lenz in 20 Erzählungen all die Figuren seiner kleinen masurischen Dorfwelt: den Hamilkar Schaß, der - erst seit kurzem des Lesens kundig - weder durch Krieg noch akute Lebensgefahr von der Lektüre abzuhalten ist. Den schönen Alec, der angesichts drängelnder Gläubiger den angekündigten Tod seines Erbonkels herbeisehnt. Oder Stanislaw Griegull, den plötzlicher Reichtum trifft und der
sich auf ein hochst absurdes Duell einlasst. „So zärtlich war Suleyken“ ist Siegfried Lenz' wunderbare Liebeserklärung an seine Heimat Masuren.
Es wurden bisher keine Bewertungen abgegeben.