Titel
St. Brandans wundersame Seefahrt : nach der Heidelberger Handschrift Cod. Pal. Germ. 60
Ausgabensprache
Deutsch
Autor(en)
Gerhard E. Sollbach (Hrsg)
Originaltitel
Navigatio sancti Brendani
Verlag
Insel-Verlag
ISBN
3458145869
EAN
9783458145868
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Inhalt/Klappentext
Um das Jahr 900 verfaßte ein irischer Mönch in einer Schreibschule des damaligen Lothringischen Reiches die Erzählung von der Meerfahrt des irischen Abtes und Heiligen Brandan (ca. 484-576). Diese "Mönchs-Odyssee" berichtet, wie St. Brandan und einige seiner Mönche mehrere Jahre über das Meer fahren und zahlreichen Gefahren und Erscheinungen begegnen, bis sie schließlich das irdische Paradies erreichen. Das Werk, das Elemente des christlichen Glaubens mit antikem Bildungsgut und bis in die Vorzeit zurückreichenden keltisch-irischen Überlieferungen verbindet, war ein sofortiger Publikumserfolg und eines der beliebtesten und meistverbreitesten Bücher des Mittelalters. Selbst heute fasziniert das Werk noch die Leser, wenn auch aus anderen Gründen: Denn tatsächlich lassen sich eine ganze Reihe der geschilderten Örtlichkeiten und Begebenheiten mit realen Plätzen und Erscheinungen im Nordatlantik identifizieren bzw. erklären. Letztlich muß aber doch die eigentümliche, religiös bestimmte Umwelterfahrung und Weltsicht des mittelalterlichen Menschen berücksichtigt werden: St. Brandans wundersame Seefahrt ist ein typisch mittelalterliches Erbauungsbuch, das keine wirklichkeitsgetreue Geographie bieten kann und will.
Der in einer um 1460 entstandenen Sammelhandschrift der Universitätsbibliothek Heidelberg enthaltene und hier erstmalig veröffentlichte mittelhochdeutsche Brandan-Text bietet dei ursprünglichste "deutsche" Brandan-Version. Ihm ist eine textnahe hochdeutsche Übersetzung beigefügt. Außerdem werden in einer ausführlichen Einleitung nicht nur der historische Brandan und die Entstehung und Verbreitung der Brandan-Erzählung behandelt, sondern auch der geistig-religiöse Hintergrund, dessen Kenntnis für das Verständnis und die Bewertung dieses eindrucksvollen Dokuments der alten nordwesteuropäischen Spiritualität des Mittelalters unerläßlich ist.
Die Illustrationen entstammen der genannten Handschrift.
Der in einer um 1460 entstandenen Sammelhandschrift der Universitätsbibliothek Heidelberg enthaltene und hier erstmalig veröffentlichte mittelhochdeutsche Brandan-Text bietet dei ursprünglichste "deutsche" Brandan-Version. Ihm ist eine textnahe hochdeutsche Übersetzung beigefügt. Außerdem werden in einer ausführlichen Einleitung nicht nur der historische Brandan und die Entstehung und Verbreitung der Brandan-Erzählung behandelt, sondern auch der geistig-religiöse Hintergrund, dessen Kenntnis für das Verständnis und die Bewertung dieses eindrucksvollen Dokuments der alten nordwesteuropäischen Spiritualität des Mittelalters unerläßlich ist.
Die Illustrationen entstammen der genannten Handschrift.
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