Im Zweiten Weltkrieg war Deutschland das einzige Land, das U-Boot-Tanker einsetzte. Dies war notwendig, um U-Boote in entfernten Operationsgebieten zu versorgen, die nur über den in weiten Teilen von den Alliierten kontrollierten Atlantik erreicht werden konnten. Konventionelle Überwasser-Tanker wären zu leicht von den Flugzeugen und Kriegsschiffen der Alliierten entdeckt und vernichtet worden. Unterwasser-Tanker dagegen waren auf ihrem Weg zu den geheimen Treffpunkten in der Weite des Atlantiks nur schwer aufzufinden.
Die U-Boot-Tanker, von den U-Boot-Fahrern liebevoll “Milchkühe” genannt, geben den Angriffs-U-Booten die Möglichkeit, ihre Operationszeit im Patrouillegebiet zu verdoppeln und in Einzelfällen sogar zu verdreifachen. Deshalb betrachteten die Deutschen ebenso wie ihre Gegner die U-Boot-Tanker als die wichtigsten Einheiten der U-Boot-Flotte. Und die alliierten Seestreitkräfte hatten ausdrückliche Anweisung, die “Milchkühe” zuerst anzugreifen, wenn sie die Wahl unter U-Boot-Zielen hatten.
Zu Beginn ihrer Einsätze operierten die “Milchkühe” noch nahezu unter Friedensbedingungen und versorgten in rascher Folge bis zu zwei Dutzend U-Boote bevor sie in ihre Basis zurückliefen. Jedoch nach dem Bruch des Funkschlüssels 1943 wurde fast jeder U-Boot-Tanker bald versenkt, obwohl für das Rendezvous die abgelegensten Seegebiete gewählt wurden. Am Ende des Krieges war nahezu jedes Boot verloren gegangen.
John F. White beschreibt die dramatischen Auswirkungen, die die Entschlüsselung des U-Boot-Codes für die Boote und ihre Besatzungen hatte. Eine atemberaubende Geschichte von Mut, Spannung und Schrecken vor dem Hintergrund des Schicksals der U-Boote im Nord-Atlantik.
Es wurden bisher keine Bewertungen abgegeben.