Februar 1933 ...
Unablässig kreisen die Flugzeuge über der „Zeven Provinciën“. „Sie werden es nicht wagen“, flüstert Halim neben mir, „sie würden ja auch ihre Offiziere treffen.“ Ich bemerke, daß er am ganzen Leibe zittert. Mir selbst schlägt das Herz bis zum Halse, ich frage: „Vielleicht sollten wir doch aufgeben?“ Halim mißt mich mit einem verachtlichen Blick, löst sich wortlos von der Reling und läuft zur Brücke zurück. In diesem Augenblick klinkt das vordere Flugzeug direkt über der Brücke eine Bombe aus. Ich sehe sie fallen, eine Ewigkeit lang. Ich will Halim hinterherlaufen, ihn zurückreißen, aber ich stehe wie angewurzelt da. Eine gewaltige Druckwelle schleudert mich mehrere Meter weit über das Deck Benommen rapple ich mich auf und taumle nach vorn. Ein fürchterlicher Anblick bietet sich mir ...
Erstmalig in der Geschichte der internationalen Arbeiterbewegung verbündeten sich Angehörige einer unterdrückenden Nation mit Arbeitern einer unterdrückten Nation. Gemeinsam wandten sie ihre Ge wehre gegen den gemeinsamen Feind - die holländischen Pfeffersäcke. Erst zwölf Jahre später, im August 1945, verkündeten Kanonenrohre das Ende der kolonialen Unterdrückung. Nachrichtenagenturen trugen die Botschaft über den Erdball: „Wir, das indonesische Volk, erklären hiermit die Unabhängigkeit Indonesiens.“
Nicht alle, die 1933 am Aufstand auf der „Zeven Provinciën“ teilgenommen hatten, konnten diesen historischen Augenblick miterleben.
Damit sie aber nicht in Vergessenheit geraten, hat Dr. Sigrid Grabner dieses Buch geschrieben.
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