Name
Jiří Marek
Geburtsdatum
30. Mai 1914 Prag
Todesdatum
10. Dezember 1994
Geburtsland
Tschechoslowakei
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Beschreibung
Er studierte Germanistik und Bohemistik an der Prager Karlsuniversität. Ab 1938 war er Lehrer in verschiedenen Städten. Nach der Befreiung arbeitete Marek zunächst als Aufklärungsinspektor, wurde dann wieder Lehrer in Prag und schließlich Presseredakteur, zuletzt Chefredakteur der Zeitschrift »Svět sovětů«. 1954 übernahm er für fünf Jahre die Leitung des Tschechoslowakischen Staatsfilms. Über zwanzig Jahre wirkte Jiří Marek als Dozent für tschechische Literatur an der Prager Karlsuniversität. Die meisten seiner Bücher wurden auch in der DDR verlegt, so sein Partisanenroman »Männer gehen im Dunkeln« (dt. 1964), die sogenannten Automärchen »Der Škoda und die Fee Waldine« (dt. 1966) und sein ironisch pointierter Gesellschaftsroman »Mein Onkel Odysseus« (dt. 1977). Besonders erfolgreich waren seine heiter-skurrilen Detektivgeschichten »Panoptikum alter Kriminalfälle« (dt. 1971), »Panoptikum sündiger Leute« (dt. 1974) und »Panoptikum der Altstadt Prag« (dt. 1981), die auch verfilmt wurden.
Eine Liebeserklärung an den treuen Gefährten des Menschen ist »Der Stern Sirius oder Liebevolle Plaudereien über Hunde« (dt. 1984). Sein bisher umfassendstes Werk ist der dreibändige Gesellschaftsroman »Salz der Erde« (1984-1986) über das Schicksal einer Arbeiterfamilie auf dem Lande. »Tristan oder Von der Liebe« kam 1987 in deutscher Übersetzung heraus. Jiří Marek, der sich auch als Publizist (»Land unter dem Äquator«, dt. 1958) sowie als Film- und Fernsehautor betätigt und für sein literarisches Gesamtschaffen mit dem Klement-Gottwald-Staatspreis und dem Titel Nationalkünstler geehrt wurde, lebt in Prag und Skryje.