Name
Juan Carlos Onetti
Geburtsdatum
01.07.1909
Geburtsland
Uruguay
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Beschreibung
Juan Carlos Onetti wurde 1909 in Montevideo, der Hauptstadt Uruguays, geboren. Er zog später nach Argentinien, wo er als Journalist arbeitete und erste Kurzgeschichten veröffentlichte. Während des Zweiten Weltkriegs machte er sich als Herausgeber der angesehenen Zeitschrift Marcha einen Namen. Darin forderte er eine Abwendung von kitschig-romantischen Cowboygeschichten in der Literatur Südamerikas und eine Hinwendung zu Geschichten aus der modernen Stadt.
Sein erstes Werk Der Brunnen (1939) wurde von vielen Kritikern als der erste moderne Roman Lateinamerikas gefeiert. 1950 erschien mit Das kurze Leben der erste einer Reihe von Romanen, die in der imaginären Stadt Santa Maria spielen. 1957 wurde Onetti Leiter der städtischen Bibliotheken in Montevideo. In den Sechzigerjahren kam er zu internationalem Ruhm, doch auch der konnte nicht verhindern, dass er 1974 während der Diktatur in Uruguay zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, weil er einer Jury angehörte, die eine Kurzgeschichte Nelson Mandelas ausgezeichnet hatte, welche die Machthaber für pornografisch hielten.
1975 ließ sich Onetti in Spanien nieder, wo er als Kellner, Verkäufer und Türsteher arbeitete. Eine späte literarische Ehrung wurde ihm 1980 zuteil, als ihm die renommierteste Auszeichnung für spanischsprachige Literatur, der Cervantes-Preis, verliehen wurde. Onetti starb am 30. Mai 1994 in Madrid.