Name
Ludwig Uhland
Geburtsdatum
1787
Todesdatum
1862
Geburtsland
Deutschland
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Beschreibung
Sohn eines Universitätssekretärs; 1805-1810 Jura- und Philologiestudium in Tübingen (Dr. jur.); Bekanntschaft mit Gustav Schwab; Rechtsanwalt, 1812 unbesoldeter Beamter im Stuttgarter Justizministerium; Beteiligung am Kampf um die württembergische Verfassung, 1819-1826 Abgeordneter im Landtag; 1829 Professor für Philologie in Tübingen; 1832-1838 erneut Landtagsabgeordneter; 1848 gehörte er zur liberalen Linken in der Frankfurter Paulskirche, folgte 1849 dem Rumpfparlament nach Stuttgart; nach der Revolution lebte er zurückgezogen und widmete sich seinen wissenschaftlichen Studien.
Uhland ist in erster Linie durch seine am Volkslied geschulte, sangbare Natur- und Liebeslyrik, die von namhaften Komponisten vertont wurde, und als Balladendichter
bekannt geworden. Mit seiner Sammlung „Alte hoch- und niederdeutsche Volkslieder“ (1844), seiner „Abhandlung über die deutschen Volkslieder“ (1845) sowie seiner Studie
„Walther von der Vogelweide, ein altdeutscher Dichter“ (1822) steht er am Beginn volkskundlicher Forschung und der germanistischen Wissenschaft.