Details zu Denkürdigkeiten eines Nervenkranken - Buch

Cover von Denkürdigkeiten eines Nervenkranken

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Buch

Originaltitel
Originalsprache
Deutsch
Erstveröffentlichung
Unbekannt
Band (Reihe)
-
Typ
Buch
Genre
Sachbuch: Psychologie

Auflage

Titel
Sprache
Deutsch
Verlag
Kulturverlag Kadmos
Jahr
2003
Seitenanzahl
365
ISBN
393165950X
EAN
9783931659509
Ausgabe
Taschenbuch
Auflage
2
Inhalt/Klappentext
Der Fall Schreber ist ein Klassiker der Psychoanalyse - zahllos die Schriften, die über ihn verfasst worden sind. Und dennoch: Daniel Paul Schreber (1842-1911) ist ein Fall für sich, denn im Gegensatz zu den Säulenheiligen der Psychoanalyse hat er es sich niemals auf der Couch eines Psychoanalytikers bequem gemacht. Man hat es also nicht mit einer Deutung, sondern mit der Autobiographie eines Wahns zu tun, mit dem seltenen, in dieser minutiösen Form ganz und gar einmaligen Fall, dass ein Paranoiker sein Weltbild aufzeichnet, in seinen eigenen Worten und in einer Sprache, die noch nicht in der Zwangsjacke des Theoretischen steckt. Und so bleibt der Fall Schreber vor allem der Fall des Senatspräsidenten und vormaligen Reichstagskandidaten Daniel Paul Schreber, der Sohn des Daniel Gottlieb Moritz (des Schrebergartenschrebers und Verfassers der ärztlichen Zimmergymnastik) - und wie dieser soignierte Herr eines Tages, von einer Nervenkrise heimgesucht, sich in die Obhut des Psychiaters Flechsig begab. Damit begann, von aussen betrachtet, eine lange und düstere Anstaltskarriere, die in der Innenwelt des Daniel Paul Schreber sich jedoch zu einem höchst eigenartigen Weltbild verwandelte. Denn Schreber war davon überzeugt, dass all dies eine göttliche Prüfung sei, deren Sinn und Ziel darin bestünde, ihn zu einem Weibe zu machen, zur Miss Schreber, jenem heiligen Medium, das dazu auserkoren sei, mit Gottvater selbst eine neue Menschheit ins Leben zu rufen: "Menschen aus Schreberschem Geiste". Wenn es einen Text gibt, in dem ES spricht, so hier - in diesem Werk, das eigentümlich oszilliert zwischen Wahn und Methode, ja, dessen Doppelgestalt aus kantischer Klarheit und blühendem Irrsinn die Vermutung nachelegt, dass der Wahn nicht das ganz Andere, sondern nur die andere Seite der Methode sein könnte.
Bemerkungen
Erstauflage: 1903 im Mutze-Verlag