Johannistag - Buch
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Diese Welt heisst Cortillon und ist ein kleines, verschlafenes Dorf im südlichen Frankreich. Hier gibt es nur zwei Strassen, einen Bürgermeister, der zweimal in der Woche für eine halbe Stunde in der mairie residiert, einen gewesenen Richter, "noch aus dem neunzehnten Jahrhundert", wie er selbst sagt, ausserdem den Hof des Pferdebauern und einen Bahnhof, an dem seit Jahren kein Zug mehr hält und wo jetzt der alte Bahnwärter Charbonnier mit seiner Frau und der fünfzehnjährigen Tochter, die immer eine Zigarette in ihrem Engelsgesicht hat, zur Miete wohnt. Da wären ausserdem der dicke Jojo, den man glücklich machen kann, wenn man eine Streichholzschachtel für ihn dabei hat, und Monsieur Deschamps, der den Polizeiposten in der Mini-Metropole Montigny innehat. Und genau in der Mitte wohnt Mademoiselle Millotte, eine kokette Greisin im Rollstuhl, die das Dorfleben überwacht, die alles sieht und nichts vergisst. Die Planung eines Freizeitparks weckt die Bewohner von Cortillon aus ihrem Dornröschenschlaf. Streit bricht aus, und längst verdrängte Geschichten werden wieder lebendig. Es ist wie ein Feuer, das um sich greift. Ein aus der Kontrolle geratenes, gewaltiges Johannisfeuer.