Aus dem Bleistiftgebiet - Sammelausgabe
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Band 5 Aus dem Bleistiftgebiet Mikrogramme 1925/33
Band 6 Aus dem Bleistiftgebiet Mikrogramme 1925/33
Sie galten und gelten als die rätselhaftesten Manuskripte in der deutschsprachigen Literatur dieses Jahrhunderts: Robert Walsers sogenannte Mikrogramme. Seit man von ihrer Existenz weiss, wurden sie immer wieder als Geheimschrift angesehen und in Verbindung zu Walsers psychiatrischer Internierung gebracht. Beides ist abwegig. Höchst geheimnisvoll und nur unter grössten Schwierigkeiten zu entziffern sind sie gleichwohl. Es sind noch einmal mehr als hundert neue, bislang unveröffentlichte Prosastücke dieses Autors, den Elias Canetti als den "verdecktesten aller Dichter" bezeichnet hat. Die Texte stammen aus den Jahren 1925 bis 1933 und spiegeln Walsers letzte Jahre in Bern ebenso wie die Zeit in der Psychiatrischen Klinik Waldau. Nach wie vor versucht Walser, in allem Wechsel von Erlebnissen und Stimmungen "sich selbst willkommen zu heissen" oder, wie er an anderer Stelle sagt, "Unentweihtheiten" an sich zu entdecken. Es war zuletzt ein kruder Verwaltungsakt der Klinikleitung, der seinem Schreiben ein Ende bereitete. Im Juni 1933 verlegte man Walser in die Heilanstalt Herisau, von welchem Tage an er seine Bleistifte nicht mehr anrührte. So finden sich in Band 6 die letzten Zeugnisse seines Dichtens. Nach 16 Jahren mühevoller Dechiffrierarbeit wird die Edition Aus dem Bleistiftgebiet mit Band 5 und 6 abgeschlossen. Es ist damit gelungen, alle unbekannten Texte, die das Konvolut der insgesamt 526 Blätter enthält, publikationsfähig zu gewinnen - ein Ergebnis, das ursprünglich völlig ausgeschlossen schien.