Cover von Brigitta
Rezensionen

Es wurden bisher keine Bewertungen abgegeben.

Buch
Originaltitel
Originalsprache
Deutsch
Erstveröffentlichung
1843
Band (Reihe)
-
Typ
Buch
Genre
Belletristik: Erzählung / Erzählungen
Auflage
Sprache
Deutsch
Verlag
Verlagsreihe
Jahr
1920
Seitenanzahl
72
ISBN
-
EAN
-
Ausgabe
Gebundene Ausgabe (Pappe)
Auflage
2
Inhalt/Klappentext

Der Ich-Erzähler folgt der Bitte des Majors Stephan Murai, ihn zu besuchen und eine Weile auf seinem Gut zu leben. Die beiden haben sich während einer Italienreise auf dem Vesuv kennengelernt und waren eine Zeit lang unzertrennlich (Kp. 1). Der Erzähler durchstreift zu Beginn der Handlung Ungarn, um einen Einblick in die Heimat des Freundes zu erhalten, und trifft zuerst auf eine Frau in Männerkleidern, welche er für einen Verwalter hält. Wie er später erfährt, ist es jedoch die Protagonistin Brigitta Marosheli.[2] Sie weist ihren Diener Milosch an, ihn zum Gutshof des Majors zu führen. In Uwar stehen für ihn schon drei hübsche Zimmer bereit, da er schon früher erwartet wurde (Kp. 1). In tagelanger Begleitung des Gastgebers lernt er die Umgebung und die Tätigkeiten der Hirten und Arbeiter kennen (Kp. 2). Nach und nach teilt er dem Leser die Beziehungsgeschichte des Majors und der benachbarten Gutsherrin mit und enthüllt am Ende die Identität Murais (Kp. 2-4).

Der Major hat nach unglücklicher Liebe und langem Umherirren sein Ziel endlich gefunden, eine Arbeit, in der er sich verwirklichen kann. Er bewirtschaftet das Land, errichtet Gewächshäuser, pflanzt Reben und Mais, legt Straßen an und Sümpfe trocken. Inspiriert wurde er durch Brigitta, welche die einst öde Ebene mit neuen Ideen in eine blühende Landschaft umgestaltete. Der Ich-Erzähler lernt diese tatkräftige, mit beiden Beinen auf dem Boden stehende Frau kennen und beobachtet, dass Brigitta und der Major wie gute Freunde miteinander umgehen. Ihre Liebe ist zu Beginn noch unmerklich, wird jedoch allmählich immer deutlicher (Kp. 4).

Die Vergangenheit Brigittas wird in den Verlauf der Geschichte eingeschoben (Kp. 3): Mit ihrer wohlhabenden Familie lebte sie auf einem Schloss, bekam aber wegen ihrer Hässlichkeit nie die Liebe ihrer Eltern zu spüren, während ihre zwei Schwestern all die Liebe und Aufmerksamkeit der Eltern erhielten. Sie lebte in sich zurückgezogen vor allem in ihrem selbst eingerichteten Zimmer. Für alle überraschend, interessierte sich der hübsche Jüngling Stephan Murai, der Sohn eines reichen Gutsbesitzers, für das äußerlich unattraktive Mädchen mit der schönen Seele. Er beobachtete sie immer wieder auf Gesellschaften und brauchte lange, um sie von seiner Liebe zu überzeugen und ihre Zuneigung zu erlangen. Sie forderte von ihm eine grenzenlose unabdingbare Liebe, was seine Leidenschaft noch mehr entfachte. Sie heirateten und bekamen einen Sohn: Gustav. Das Unglück begann, als Stephan sich in die hübsche Gabriele, die wunderschöne Tochter eines benachbarten Gutsbesitzers, verliebte und die beiden sich näher kamen. Murai behauptet gegenüber Brigitta, die mit der Aufzucht des kleinen Kindes betraut war, wegen wichtigen Geschäften verreisen zu müssen. Er begab sich aber heimlich auf einen sehr entfernten und abgelegenen Landsitz und verweilte dort für mehrere Wochen (wahrscheinlich zusammen mit Gabriele). Als Brigitta davon erfuhr, trennte sie sich von ihrem Mann, weil er sich nicht an ihre Bedingung der einzigen und treuen Liebe gehalten hatte. Sie ließ sich scheiden und nahm wieder ihren Mädchennamen an. Murai verließ das Gut und verzichtete freiwillig auf seinen Sohn, den Brigitta nun alleine aufzog. Nach fünfzehn Jahren kehrte Stephan von seinen Reisen durch Europa zurück und ließ sich auf dem Nachbargut Uwar nieder. Er konnte Brigitta niemals vergessen und bereute seinen Fehler zutiefst. Er kaufte ein Nachbarsgut, um wenigstens in ihrer Nähe sein zu können, nannte sich ab da nur noch den „Major“ und blieb vor ihr verborgen. Erst als Brigitta schwer krank wurde, getraute sich Murai, wieder den Kontakt aufzunehmen. Er weilte Tag und Nacht bis zu ihrer Gesundung an ihrem Bett. Seither verbindet die beiden eine tiefe Freundschaft. Brigitta konnte ihm aber den Fehltritt nie vergeben und sie hielt auch weiterhin vor Gustav geheim, dass der Major eigentlich sein Vater sei.

Während seines Aufenthalts auf Uwar erlebt der Erzähler die Versöhnung des Paares und die völlige Erfüllung ihrer Liebe, nachdem der Major Gustav vor einem Wolfsrudel gerettet und verwundet in sein Haus gebracht hat. Brigitta besucht ihren durch eine Bisswunde verletzten Sohn sofort und Murai und sie können ihre Gefühle füreinander nicht mehr verheimlichen und fallen sich weinend in die Arme. Endlich erfährt Gustav, dass Stephan Murai sein Vater ist (Kp. 4). (Wikipedia)

Bemerkungen

11. - 15. Tausend

letzte angegebene Seitenzahl 69