Cover von Das Fresko
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Buch
Originaltitel
Originalsprache
Ungarisch
Erstveröffentlichung
1958
Band (Reihe)
-
Typ
Buch
Genre
Belletristik: Roman
Auflage
Titel
Sprache
Deutsch
Übersetzt von
Vera Thies
Verlagsreihe
Jahr
1978
Seitenanzahl
259
ISBN
-
EAN
-
Ausgabe
Gebundene Ausgabe (Leinen)
Auflage
Erstauflage
Inhalt/Klappentext

Ein Familienbild, von ungelenker Kinderhand einst an die Wand gemalt: „Dort war der Hund Jázon mit dem großen schwarzen Fleck auf der Schulter, neben ihm Mamachen, mit ihrem bis zur Erde reichenden gelben Haar, in der Hand ein Buch, das sie ans Herz drückte; dort war Janka, mit einem Palmenzweig und einem Esel; Papa, im Talar, aber mit geschlossenen Augen; eine garstige, rote Gestalt, die László Kun versinnbildlichte, in weiten Pluderhosen, einen Säbel an der Seite; Kati, mit feuerrotem Gesicht, einen Zwiebelkranz um den Hals; ein Frosch, ein riesiger Frosch - das war der Waisenknabe -, und schließlich sie selbst, doch von hinten, nur ihre schwarzen Zöpfe waren zu sehen und eine heruntergerutschte Socke.“ Vage Empfindungen hatten damals der kleinen Annuska den Pinsel geführt. Später verwandelte sich die unbewußte Geste der Abkehr in stumme Auflehnung gegen den bigotten, despotischen Vater - die Neunzehnjährige verläßt heimlich ihr Elternhaus. Nach zehn Jahren kommt sie noch einmal zurück, zur  eerdigung ihrer Mutter. Dieser Tag bringt für Annuska schmerzliche Erinnerungen und neue, unangenehme Erfahrungen. Die Wiederbegegnung mit der Familie bestärkt die junge Frau in der Gewißheit, daß sie nun ganz bewußt die endgültige Trennung vollziehen muß. Magda Szabó schildert, wie eine Gemeinschaft auseinanderbricht, die nur auf Scheinwerte gegründet ist. „Das Fresko“ (1958) war der erste Roman der 1917 geborenen Autorin, mit dem sie sich sogleich einen Namen machte. Seither hat Magda Szabó eine Reihe weiterer Erfolgsbücher veröffentlicht. Präzis in ihren Milieudarstellungen, gestaltet sie mit psychologischem Einfühlungsvermögen Probleme unserer Zeit. Ihre Romane „Das Reh“ (1959), „Das Schlachtfest“ (1960), „I. Moses 22“ (1967), „Katharinenstraße“ (1970) wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Magda Szabó, die nach Margit Kaffka als die bedeutendste Schriftstellerin Ungarns gilt, hat auch Kinder- und Jugendbücher, Erzählungen, Reisebeschreibungen und Theaterstücke verfaßt. Sie erhielt für ihr literarisches Schaffen den Attila-József-Preis. In der DDR wurde Magda Szabó bisher mit ihren Romanen „Das Schlachtfest“ (dt. 1971) und „Pilatus“ (1963; dt. 1976) vorgestellt.