Cover von Gedankenkontrolle
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Buch
Originaltitel
Originalsprache
Deutsch
Erstveröffentlichung
1979
Band (Reihe)
-
Typ
Buch
Genre
Belletristik: Phantastische Erzählungen
Auflage
Sprache
Deutsch
Jahr
1979
Seitenanzahl
194
ISBN
-
EAN
-
Ausgabe
Gebundene Ausgabe (Pappe)
Auflage
Erstauflage
Inhalt/Klappentext

Inhalt


Orakel

  • Eva Maria Mudrich - Das Experiment  7
  • Eike Barmeyer  - Simulation 18
  • Horst Landau  - Das Orakel 27
  • Bernt Kling - L wie Liebe 39
  • Martin Beranek · Peter T. Vieton  - Verkauf uns deinen Enkel 46

Interludium

  • Wolfgang Jeschke - Begegnung  69
  • Herbert W. Franke - Calciumfresser 79
  • Herbert W. Franke - Selbstvernichtung 88
  • Horst Pukallus - Interludium 93
  • Herbert W. Franke - Gedankenkontrolle 112
  • Herbert W. Franke - Havarie 113
  • Herbert W. Franke - Willkommen daheim 115
  • Herbert W. Franke - Das Gebaude 117
  • Herbert W. Franke - Die Erfindung 120
  • Herbert W. Franke - Paradies 122

Blindheit

  • Herbert W. Franke - Der dunkle Planet 129
  • Jürgen vom Scheidt  - Blindheit 139
  • Herbert Kamphaus - Das Tal der Ahnen 154
    Heinz von Cramer - Schlußrede über die Notwendigkeit eines neuen Menschentypus 175
  • Ekkehard Redlin - Nachbemerkung 188
  • Biographische Angaben 191
  • Quellenverzeichnis 194

Nach jahrzehntelanger, auch heute noch anhaltender Überflutung des Büchermarktes mit anglo-amerikanischer Science-fiction hat sich in der BRD eine Gegenströmung herausgebildet, eine Besinnung auf die eigene Fähigkeit, sich in utopischer Form zu Zeitproblemen zu äußern. Aus dem inzwischen vorliegenden Material sind zwölf Erzähler ausgewählt worden, die in diesem Band das utopische Genre ihres Landes vertreten. Die Spannweite reicht von der einfachen Robotergeschichte - die so einfach nun auch wieder nicht ist - bis zur komplizierten Verschlüsselung eines überindividuellen Unbehagens. Gezielt eingesetzte groteske Mittel und Gruseleffekte fehlen ebensowenig wie funkelnde Ironie oder nicht mehr zu unterbietende Verknappung, die mit einem Minimum an Worten ein Maximum an Symbolhaftigkeit eingefangen hat. Aus einem Gutachten: »Bemerkenswert ist der Ernst, der über den Geschichten liegt. Es ist, als fürchteten die Autoren nichts mehr, als in die Unverbindlichkeit der meisten trivialen Science-fiction der bürgerlichen Literatur abzugleiten. Sie wollen bewußt eine Gegenposition darstellen.« Die Erzählungen wenden sich nicht nur gegen die Trivialität. Ob laut oder leise, mit starker Eindringlichkeit treten sie eingefahrenen Gewohnheiten des Sehens, Fühlens und Urteilens entgegen. Sie wollen aufschrecken, eine trügerische Sicherheit zerstören. Nicht der sozialistische Leser ist es, an den sie sich wenden, doch gerade er dürfte zwischen ihren Zeilen zu lesen verstehen.