Cover von Gedichte Romane
Rezensionen

Es wurden bisher keine Bewertungen abgegeben.

Autor
Buch
Originaltitel
Originalsprache
Deutsch
Erstveröffentlichung
1968
Band (Reihe)
-
Typ
Buch
Genre
Belletristik: Werksammlungen
Auflage
Sprache
Deutsch
Jahr
1968
Seitenanzahl
344
ISBN
-
EAN
-
Ausgabe
Gebundene Ausgabe (Leinen)
Auflage
Erstauflage
Inhalt/Klappentext

In der meisterhaften Einleitung schreibt Emil Staiger über einen Versuch, das schwer fassbare schimmernde Wesen Hardenbergs zu ergründen: "Man kann entweder mit einem verwunderten fremden Lächeln an ihm vorübergehen oder in einer unserm Bewusstsein meist verborgenen Zone von seiner Erscheinung berührt und verzaubert sein. Wo aber diese Verzauberung wirkt, da wird man die nur in Fragmenten, flüchtigen Aufzeichnungen und in einigen Hymnen und Liedern wie Blütenstaub dahingestreute geistige Welt im Ganzen, als eine mannigfaltige Einheit, zu verstehen und ihre Rätsel zu entziffern wünschen. Dies kann auf zweierlei Weise geschehen, in der abstrakt philosophischen Sprache, deren Novalis sich selbst, im Anschluss an Fichte, Schelling, Kant und ältere Denker in vielen Notizen befleissigt, oder aber, indem man das eine ferne Ziel jenseits von Dichtung und Philosophie ins Auge fasst, das diesem wachen Träumer stets als aller Sehnsucht Ende vorschwebt, und mit schlichten Worten die Wege beschreibt, auf denen er sich ihm nähert. Wir wählen das zweite Verfahren, um jenen Lesern behilflich zu sein, die zwar der Zauber solcher Dichtung bannt, die aber das Vokabular der zeitgenössischen Metaphysik verwirrt." - Über die Anlage des Bandes gibt der Herausgeber die folgende Orientierung: "Unsere Auswahl bietet den vollständigen Text der 'Lehrlinge zu Sais' sowie der 'Hymnen an die Nacht', diesen nach der Fassung, die 1800 im 'Athenäum' erschien. Die Folge von 15 geistlichen Liedern - die von Novalis selber noch nicht als Zyklus angeordnet wurden - habe ich auf 10 beschränkt. 'Heinrich von Ofterdingen' wird - an deutlich bezeichneten Stellen - gekürzt. Vor allem fehlt das sogar für Kenner nicht in allen Teilen verständliche alllegorische Märchen Klingsohrs. Solche Massnahmen rechtfertigen wohl der ohnehin fragmentarische Zustand des Romans und die Erkenntnis, dass auch von den ausgeführten Partien manche noch nicht endgültig formuliert und durchgebildet sind."