Märchen der deutschen Romantik - Buch
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Novalis
DAS MÄRCHEN VON HYAZINTH UND ROSENBLÜT 7
Ludwig Tieck
DER BLONDE ECKBERT 15
Friedrich Freiherr de la Motte-Fouqué
UNDINE 41
Clemens Brentano
DAS MARCHEN VON GOCKEL UND HINKEL 141
DAS MÄRCHEN VON DEM SCHULMEISTER KLOPFSTOCK UND SEINEN FÜNF SÖHNEN 249
E. T.A. Hoffmann
NUSSKNACKER UND MAUSEKÖNIG 309
DAS FREMDE KIND 387
Adelbert von Chamisso
PETER SCHLEMIHLS WUNDERSAME GESCHICHTE 443
NACHWORT 519
ANMERKUNGEN 551
In acht der schönsten, einzigartigen Märchen der deutschen Romantik eröffnen uns Tieck, Novalis, Fouqué, Brentano, E. T.A. Hoffmann und Chamisso eine Phantasiewelt mit sprechenden Tieren, belebten Dingen, Nixen, Zauberringen und verkauften Schatten, in der Geldsack und Philister gezwickt, der Böse bestraft, der Ehrliche und Fleißige belohnt werden. Eine der anziehendsten dieser volkstümlichen Erzählungen war Tiecks eigene Erfindung, ,Der blonde Eckbert'. Sie verdankte ihre Entstehung einer augenblicklichen
Inspiration: ... Aus der Erinnerung an die Erzählungen der Mutter tauchte das Bild jenes alten unheimlichen Weibes auf, das mit dem Hunde in menschenscheuer
Abgeschiedenheit in der Hütte saß. Es verband sich mit den Bildern der einsamen und schauerlichen Waldgründe, welche er oft durchstrichen hatte, und eine ergreifende Erzählung erwuchs, die der volkstümlichen Sage irgendeines Waldgebirges anzugehören schien.‹ (R. Köpke) Über diese scheinbare Leichtigkeit der Erschaffung eines kunstvollen Märchens, wie sie uns überliefert wurde, schreibt Ricarda Huch: ›Der Romantiker sieht durch das buntgewirkte, mit seltsamen Figuren bestickte Märchenkleid hindurch weiße, feenhafte Formen schimmern; diese verborgene Schönheit entzückt ihn, die er durch den kindisch-bunten Putz hindurch sieht, der allein ihn niemals mehr reizen könnte. Von dieser Schönheit handeln auch seine Märchen ... Schon die nüchternen Köpfe ... haben geahnt, daß im Wunderbaren irgendwie das Wesen der Poesie liege, wenn
sie auch kaum wußten, was eigentlich wunderbar sei ... Warum sollte nicht auch der moderne Mensch seine Märchen haben?‹