Nachtjäger, Bomber, Wolken und Sterne - Buch
Es wurden bisher keine Bewertungen abgegeben.
Zweiter Weltkrieg. Nächte über Deutschland. Flammen- und Bombeninfernos mit unvorstellbaren Zerstörungskräften toben durch die deutschen Lebenszentren und Hochkulturen. Draußen, von den Untergangszentren entfernt, sind die Nächte so schwarz wie noch nie. Alles Land ist peinlich genau verdunkelt. Nicht der geringste Lichtstrahl weist den Weg. Dort jagen die defensiven deutschen Nachtjäger die angreifenden Bomber. Später auch über den Feuerhöllen der brennenden Städte. Nach dem Steigflug in bombengeschwängerte Höhen, in explosiver Luft, unter mattem oder strahlendem Sternenhimmel, im Düsteren oder über brennender Stadt, stellen sie sich den Angreifern. Die “Katzenaugen”, the “cat's eyes”, wie sie von den Engländern auch genannt werden, fliegen unter sehr schweren Bedingungen. Wenn sie sich zu den hochfliegenden Bombern hinaufschrauben und bei den Landungen wieder zur Erde zurückkehren, müssen sie oft durch schlechtestes Wetter. Durch dunkelste Nacht, immer wieder gefährlich vereist, nicht selten mit den letzten Tropen Sprit einen Landeplatz suchend. Und wenn sie ihn verfehlen, zerschellen sie. So irren sie tief in diese Nächte hinein, in denen es keine Hoffnung gibt, keine Konturen, keinen Halt und keine Ufer. Und immer schrecklicher rast die Vernichtung in den Ballungsräumen…
Der Verfasser, selbst aktiver Nachtjäger jener Zeit, zuletzt Staffelführer in der 5. Staffel der bekannten II. Gruppe des Nachtjagdgeschwaders 1, gibt mit dem vorliegenden Band einen tiefen Einblick in das bis heute nur wenig bekannte Geschehen im Leben der damaligen deutschen Nachtjäger. Viele Hintergrundinformationen erreichen den Leser. Das erhalten gebliebene Kriegstagebuch der genannten II. Gruppe des Nachtjagdgeschwaders 1 bildet eine authentische Grundlage dieses Buches. Die Nachtjagdverfahren sind im Anhang detailliert beschrieben, die Fotos fachlich kommentiert.
In weiten Bereichen handelt es sich um eine Darstellung aus der Sicht des Nachtjagdpiloten, aus dem Dunkel und der Enge seiner Kabine heraus, mit all seinen Gefühlen und dem einprägsam Erlebten… In einsamen Flügen durch schwarze Nächte.
Zu Schnaufer, dem mit 121 Nachtjagdabschüssen erfolgreichsten Nachtjäger der Welt, hatte der Verfasser ein freundschaftliches Verhältnis. Er kannte ihn von der C-Schule her, wo beide am 1.4.1941 zum Leutnant befördert wurden. An der Front, bei der II. Gruppe des Nachtjagdgeschwaders 1, trafen sie wieder zusammen…
50 Euro