Zwischen den Brücken - Buch
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Aus eigenem Erleben schildert der Autor den antifaschistischen Widerstandskampf belgischer Stadtpartisanen während des zweiten Weltkrieges. In packenden Episoden zeichnet er das gefahrvolle Leben des Genter Partisanenkorps nach. Geschart um seinen Kommandeur Edmond, der starke autobiografische Züge trägt, versetzt es Okkupanten und Kollaborateure in Beunruhigung und Panik. Es sind vorwiegend jüngere Männer und Frauen, die die Fährnisse und Entbehrungen des Partisanenalltags auf sich nehmen und bereit sind, notfalls ihr Leben für die Befreiung Belgiens zu opfern. Sie alle müssen kämpfend lernen. Zunächst fehlt ihnen die Erfahrung in der Konspiration und im Kampf, und sie erleiden auch selbstverschuldete Verluste. Im Laufe des Krieges verstehen sie es immer besser, den Faschisten Schläge zu versetzen, ohne selbst getroffen zu werden.
„Belgien widerlegt die von vielen bürgerlichen Autoren über die Partisanenbewegung vertretenen Meinungen, daß die Ursachen für die Entwicklung des Partisanenkrieges
hauptsächlich im geographischen Faktor und in rassischen Gründen und nationalen Eigenarten zu suchen seien. Die geographischen Bedingungen waren in Belgien sicherlich
bedeutend ungünstiger als beispielsweise in Jugoslawien oder Albanien. Das Land ist zumeist flach und wenig bewaldet. Es gibt kein ausgeprägtes Hochgebirge. Die Bevölkerungsdichte ist groß, so daß man annehmen könnte, die Bildung von Partisanenabteilungen und -gruppen wäre unmöglich. Die belgische Widerstandsbewegung hat jedoch sehr wohl bewiesen, daß sie auch unter ungünstigen geographischen Bedingungen in der Lage war, eine starke Partisanenbewegung zu entwickeln.“
(H. Kühnrich, Der Partisanenkrieg in Europa 1939 bis 1945, Dietz Verlag, Berlin 1965)