Cover von Peking
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Buch
Originaltitel
Originalsprache
Deutsch
Erstveröffentlichung
1989
Band (Reihe)
-
Typ
Buch
Genre
Sachbuch: Bildband
Auflage
Titel
Sprache
Deutsch
Jahr
1989
Seitenanzahl
208
ISBN
3325002234
EAN
9783325002232
Ausgabe
Gewebe
Auflage
Erstauflage
Inhalt/Klappentext

Karol Kállay, slowakischer Fotograf, sucht in Peking Exotik und Alltag, das Außergewöhnliche und das Erlebnis auf den Straßen der Neun-Millionenstadt. Er findet es auf den Boulevards, in den Gassen, richtet seine Kamera auf die spitz auslaufenden Dächer von Tempeln und Pagoden, läßt den Betrachter teilhaben an der Faszination, die von der Metropole des bevölkerungsreichsten Landes der Erde ausgeht. Dabei geht es ihm ebensowenig wie in früheren Arbeiten - wir erinnern uns an Studien über Los Angeles und Tokyo - nicht um Vollständigkeit, um das Ablichten aller Sehenswürdigkeiten oder das Abarbeiten des Stadtplans. Statt dessen vermittelt er in Schwarz-Weiß- und Farbvariationen Eindrücke, die uns die Atmosphäre Pekings ahnen lassen, und wir werden neugierig. Mit Empfindsamkeit schaut Karol Kállay auf Straßenszenen, findet Markte und immer wieder Fahrräder, von denen mittlerweile sechs Millionen Stück durch Chinas Hauptstadt rollen. Er hat seine Freude ebenso an der stillen Pagode in den Duftbergen am Rande der Stadt wie an der Skizzierung der Moderne, setzt die verhaltene Radierung neben das Abbild hauptstädtischer Turbulenz, stößt auf das scheinbar Unscheinbare und blickt immer wieder in die Gesichter der Bewohner. Es gehört zur Handschrift des Fotografen, wenn manches nur angedeutet wird und viele Rätsel bleiben.

Otto Mann, Sinologe und Auslandskorrespondent, nähert sich Peking als Beobachter an. »Nach über elf Jahren, die ich in dieser Stadt lebe, muß ich mich wohl fragen lassen: Gefällt dir Peking? Und ich habe keine rasche Antwort parat. « Der Textautor sucht sie und geht eigene Wege, uns die chinesische Metropole nahezubringen. Er nimmt uns mit in ihre wechselvolle Geschichte, erzählt vom Werden und Verfall der Dynastien und ihrer Hauptstädte, sinnt mit uns nach über Tempel und Paläste, zeigt uns die Stadt in ihrem seit Jahrhunderten nahezu unveränderten Grundplan, wie er sich vom Kohlehügel aus darbietet. Und er führt uns in das Peking von heute, wo er mit den Problemen aller sich explosionsartig entwickelnden Städte konfrontiert wird, dem Elektronikboom und den umfassenden Reformen nachgeht, die das Gesicht Chinas dramatisch und zum Besseren wandeln. Einfühlsam und mit Liebe zum Detail begleitet uns Otto Mann in die Verbotene Stadt und das Stahlwerk, führt uns zu alten Freunden und an die Große Mauer. Er zeichnet das traditionelle Peking beim Streifzug durch die Südstadt und beobachtet den Aufbruch der Metropole in die Neuzeit. Weder Stadtführer noch Chronist will der Textautor sein, sondern uns teilhaben lassen an sehr persönlichen Impressionen, die er informativ und liebevoll zu einem farbigen Mosaik fügt, das uns das alte und das neue Peking, und mit ihm ganz China, näher ins Blickfeld rückt.