Der Traum des Hauptmann Loy - Buch
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In der Nacht vor seinem Flug von Nordafrika nach Norwegen quält den britischen Hauptmann Loy ein grauenhafter Traum. Er sitzt mit seiner Geliebten in einem ferngelenkten Flugzeug, das über die Atomwüste des dritten Weltkriegs hinweg einem unbekannten Ziel entgegenrast. Als die Maschine zerschellt, erwacht er mit der beklemmenden Frage: Wird sein Traum in Erfüllung gehen?
In wenig mehr als acht Stunden rollt die Handlung ab: geradlinig, folgerichtig, mit ständig wachsender Wucht. Dramatisch und dicht ist die Atmosphäre an Bord des Flugzeugs, das halb Europa überquert; atembeklemmend sind die Spannungen zwischen den sechs Passagieren; echt und objektiv werden hier Menschen geschildert, wie sie sind - ganz gleich, welcher Nation sie angehören.
Der Roman gründet sich auf Vorgänge aus der jüngsten Vergangenheit. Mit kritischem Spürsinn untersucht Schreyer, der für seinen Tatsachenroman „Unternehmen
Thunderstorm" mit dem Heinrich-Mann-Preis 1956 ausgezeichnet wurde, das Netzwerk technischer Tricks und geheimgehaltener Aktionen, die gefahrvolle Grenze, wo der kalte Krieg in den heißen umschlagen kann, wenn nicht beherzte Menschen den Zündfunken austreten. So entstand ein Roman ohne Haß, jedoch von unerbittlicher Wahrheit,
die den Leser in ihren Bann zieht und ihn auch nach der letzten Seite nicht mehr losläßt.