Cover von Gewalt und Zärtlichkeit
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Buch
Originalsprache
Deutsch
Erstveröffentlichung
1987
Band (Reihe)
Typ
Buch
Genre
Belletristik: Roman
Auflage
Sprache
Deutsch
Jahr
1987
Seitenanzahl
182
ISBN
3355005509
EAN
9783355005500
Ausgabe
Leinen
Auflage
Erstauflage
Inhalt/Klappentext

Max Spinnt hat vom Dorf Bruch und von dessen Bewohnern Abschied genommen. Daß es für immer sein wird, weiß er nicht. Voll Elan, aber auch mit etwas bangen Gefühlen hat er sich auf ein neues Wagnis eingelassen. Gemeinsam mit Tom von Beyer, Klaus Tilling und Holger Reischock wird er sich am Aufbau eines Stahl- und Walzwerkes in Vietnam beteiligen. Auch seine Frau Ina begleitet ihn. Als Ärztin kann sie dort wertvolle Hilfe leisten. Sie haben sich auf ein fremdartiges Land voller Geheimnisse und Schwierigkeiten eingestellt. Aber was sie dann wirklich erwartet, übertrifft alle ihre Vorstellungen … Mit diesem Band wollte Horst Bastian seinen Romanzyklus „Gewalt und Zärtlichkeit“ abschließen. Es ist ihm nicht vergönnt gewesen, das Werk zu beenden. Am 13. April 1986 hat der Tod für ihn den Schlußpunkt gesetzt. So ist der Fünfte Roman Fragment geblieben und wird unvollendet der Öffentlichkeit übergeben. In einer Nachbemerkung des Verlages erfährt der Leser, wie die Romanhandlung nach dem Plan des Autors weitergehen sollte.

Vor allem diesem Max Spinnt verdanken die Romane „Gewalt und Zärtlichkeit“ ihre große Anziehungskraft auf den Leser. Der Max, das ist einer, mit dem man sich vergleichen kann, der viel Gutes will und es nicht immer erreicht. Man kann mit ihm streiten und so die eigenen Möglichkeiten erkennen … Max, dieser unruhige und unbequeme Mann, der sich vorbehaltlos für unseren Staat einsetzt und gewiß autobiographische Züge trägt, muß zahlreiche, durchaus substantielle Konflikte bestehen. Alles, was dieser Max Spinnt erlebt, ergab sich aus dem Ziel des Schriftstellers, alle wesentlichen Punkte der Entwicklung unseres Landes und seiner Bewohner literarisch in ihrer Wirkung auf eben diesen Max Spinnt einzufangen. Der Schriftsteller Horst Bastian hat zwischen den Polen „Gewalt und Zärtlichkeit“ menschliche Verhaltensweisen und deren Entwicklung erzählerisch aufbereitet. Er hat das in einer Weise getan, die den Menschen als Subjekt der Geschichte zeigt ... Tribüne, Berlin


Durch die Gestalt des Max Spinnt hat Horst Bastian nicht nur irgendwelche Wirklichkeitsbeobachtungen mitgeteilt, er hat für sich und für die Leser einen Vorschlag gemacht, wie man heute und künftig leben sollte. Denn er wußte, die Frage „Was tun?“ stellt sich dem Menschen im Leben immer wieder neu. Und nicht zuletzt wollte er mit seiner Kunst
den Leser anregen, Antworten für sich zu finden. Neues Deutschland, Berlin