Cover von Im Aufklärungspanzer
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Buch
Originaltitel
Originalsprache
Polnisch
Erstveröffentlichung
1973
Band (Reihe)
-
Typ
Buch
Genre
Sachbuch: Militärgeschichte
Auflage
Sprache
Deutsch
Übersetzt von
Ruprecht Willnow
Jahr
1979
Seitenanzahl
164
ISBN
-
EAN
-
Ausgabe
Leinen
Auflage
Erstauflage
Inhalt/Klappentext

Das Besondere dieses Buches liegt in der Erlebnisebene und im Blickwinkel des Autors sowie in seinem Vermögen, den Leser gleichsam als Gesprächspartner einzubeziehen.
Man nimmt Anteil an dem Kriegsalltag der Aufklärer und Panzersoldaten und gewinnt eine tiefe Achtung vor der Haltung, mit der sie selbst an unlösbar scheinende Aufgaben herangehen. Die innere Triebfeder ist die Überzeugung, einen gerechten Kampf zu führen, einen Kampf, dessen Ende in diesen Vorfrühlingstagen 1945 abzusehen ist. Sie wollen ihn so schnell wie möglich abschließen, deshalb setzen sie ihr Leben ein, um dem Gegner auf die Schliche zu kommen und die günstigsten Kampfbedingungen für die Panzerbrigade zu schaffen. Ja, weit mehr. Das Waffenbündnis mit den sowjetischen Truppen, das Zusammenwirken und die gegenseitige Unterstützung sind ihr täglich Brot, also werden ihre Aufklärungsergebnisse auch für die Waffenbrüder wirksam, und sie empfangen Informationen aus deren Stäben und bei Zusammentreffen mit sowjetischen Genossen im Aufklärungseinsatz. Man freut sich gemeinsam über Erfolge, grämt sich über Fehlschläge und versucht, hinter ungelöste Geheimnisse zu kommen. Ein zentrales Problem für Kazimierz Przytocki und seine Kampfgefährten ist die Frage: Wie effektiv ist ihre gefahrvolle Arbeit. Es bedrückt sie sehr, wenn ihre Angaben nicht entsprechend genutzt werden, weil schon vorher gehandelt wird. Um so größer ist der Auftrieb, wenn ihre Anstrengungen in erfolgreiche Ergebnisse umgesetzt werden. Das Alltägliche, Hauptgegenstand der Schilderung von Kazimierz Przytocki, gewinnt unerhörte Aussagekraft. Der Autor vermag gerade durch die unheroische Erzählweise, manchmal nüchtern und verknappt, manchmal zur Episode ausgeweitet, überzeugend den Massenheroismus zu erklären, eine entscheidende Triebkraft im Ringen der sowjetischen Soldaten und ihrer polnischen Waffenbrüder auf dem Weg nach Berlin. Weder die kleinen Freuden noch die schweren Erschütterungen in diesem harten Ringen werden ausgespart, so entsteht ein realistisches Bild, das manch Allgemeingültiges über das Denken und Handeln der Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere im Großen Vaterländischen Krieg aussagt.