Scharnhorst - Buch
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Wieder zieht Napoleon mit seiner Armee über die Saale, die Vorhut hat bereits Merseburg angegriffen. Der Oberkommandierende der russisch-preußischen Armee, Wittgenstein, bekommt den Befehl, den Eindringling aufzuhalten. Scharnhorst, der den Schlachtplan ausarbeiten soll, hat dafür die Leipziger Tiefebene vorgeschlagen, hier könnte sich die Kavallerie, die dem Feind überlegen ist, mit voller Angriffskraft entgegenstellen. Doch seine Disposition wird, wie am schwarzen Tag der Niederlage bei Jena und Auerstedt, abgelehnt. Es scheint sich zu wiederholen, was vor sieben Jahren die Katastrophe verursachte. Scharnhorst ist verzweifelt und muß sich doch fügen. Er, der preußische General, vom König wegen seiner Verdienste geadelt, unermüdlich, wenn es um Preußens Ehre und Selbständigkeit geht, besessen von dem Gedanken, Preußen zu erneuern, bekommt oft zu spüren, daß er nur ein Bauernsohn ist. In der von altem preußischen Adel beherrschten Armee zählt nicht Verdienst, sondern Herkunft, und man weist ihn immer wieder in die Schranken. Hans Pfeiffer erzählt das Leben des Preußischen Generals und zeigt ihn in den Widersprüchen seiner Zeit, die ihn zu großen Leistungen anspornten, gleichzeitig aber auch Einsamkeit und Enttäuschungen brachten.