Cover von Der Pfeifer
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Buch
Originaltitel
Originalsprache
Englisch
Erstveröffentlichung
1927
Band (Reihe)
-
Typ
Buch
Genre
Belletristik: Kriminalroman
Auflage
Titel
Sprache
Deutsch
Übersetzt von
Klaus Schirrmeister
Verlag
Jahr
1984
Seitenanzahl
203
ISBN
-
EAN
-
Ausgabe
Taschenbuch
Auflage
Erstauflage
Inhalt/Klappentext

Edgar Wallace, bis heute einer der Spitzenreiter unter den Kriminalschriftstellern des 20. Jahrhunderts, sechzehn Jahre jünger als Sir Arthur Conan Doyle und sechzehn Jahre älter als Agatha Christie, unterscheidet sich sehr wesentlich von seinen beiden berühmten Landsleuten und Berufskollegen. Seine Krimis sind nicht mehr so einschichtig-bieder und in ihrer Struktur durchschaubar wie die Sir Arthurs, aber auch nicht so raffiniert und artistisch pointiert wie die der First Lady of Crime. Sir Arthurs gemächlichem Schritt und Agathas zwar langsam anlaufender, sich dann aber zunehmend beschleunigender Handlung setzt Wallace ein durchgehend atemberaubendes Tempo entgegen, Sir Arthurs viktorianischer Wohlanständigkeit und Agathas ein wenig snobistischem Faible für die höheren Schichten eine unverhohlene Vorliebe für den gefährlichen Dschungel der Londoner Unterwelt, deren Stützpunkte die Spelunken und Verbrecherhöhlen des Eastends und die Themsedocks sind, aber auch die komfortablen Villen scheinbar ehrenwerter Geschäftsleute. Was dieses Milieu betrifft, so verfügte der Mann mit dem Pokergesicht und der superlangen Zigarettenspitze über Spezialkenntnisse, deren Sir Arthur und Agatha sich nicht rühmen konnten: seine jahrelange Tätigkeit als Gerichtsreporter hatte ihn mit der dunklen Kehrseite der glanzvollen Metropole wohlvertraut gemacht und ihm schier unerschöpflichen Rohstoff für seine Thriller geliefert. (Kein Wunder auch, daß Kriminalreporter in seinem Werk als findige Spürhunde eine wichtige Rolle spielen!) Zu Edgar Wallaces bekanntesten Krimis gehört „Der Pfeifer“ - in früheren Übersetzungen „Der Zinker“ - aus dem Jahre 1928. Er weist alle typischen Wallace-Attribute auf: turbulente „action“, zwielichtige Persönlichkeiten, deren wahres Wesen sich erst am Schluß enthüllt, überraschende Wendungen, die ein ganz neues Licht auf die Geschehnisse werfen, schurkische, aber äußerst profitable Machenschaften, ein unschuldiges junges Mädchen, das um ein Haar in die Netze des Verbrechens gerät, ein aufmerksamer Kriminalreporter, dem die Sympathie des Autors gehört, und schließlich der Vertreter Scotland Yards in einer hochgefährlichen, aber zu guter Letzt erfolgreichen Mission. Die Wallace-Welt ist schon im Jahre 1928 alles andere als heil, doch im „Pfeifer“ wie in seinen übrigen Krimis gilt noch immer die Devise „Crime doesn't pay, Verbrechen zahlt sich
nicht aus“ - es sei denn für den, der Romane darüber schreibt!