Der stille Amerikaner / Ich klage an - Sammelband
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Amerikanischer Beamter in Saigon ermordet.
Der englische Journalist Fowler, Berichterstatter auf dem Schauplatz des französischen Kolonialkrieges in Vietnam, denkt bereits in Schlagzeilen, als ihn die Nachricht vom Tod Alden Pyles erreicht. Nur zu gut kannte Fowler diesen unauffälligen jungen Amerikaner, der angeblich in Sachen Wirtschaftshilfe im Land weilte. Pyle hatte ihm nicht nur das Leben gerettet, er hatte ihm auch die schöne annamitische Geliebte Phuong ausgespannt. Aber was noch wichtiger war als ihre persönlichen Beziehungen: Fowler erkannte rechtzeitig das entsetzliche Unheil, das Pyle mit seinem »Idealismus« heraufbeschwor, und ergriff zum erstenmal Partei.
Mit der aufsehenerregenden Streitschrift »Ich klage an«
ergreift Graham Greene selbst Partei. Mutig und unter Gefährdung des eigenen Lebens durchdringt er mit der Aufdeckung eines von physischem und psychischem Terror geprägten Eheskandals die »Mauer« aus kriminellem Milieu und korruptem Polizei- und Justizapparat an der Riviera. »Die Wahrheit zu schreiben ist gefährlich«, sagte er anläßlich der Beschlagnahme dieses aktuellen Dokuments in Frankreich. »Ich hoffe aber, daß auch dies mich nicht davor zurückschrecken läßt, meine Stimme für die gerechte Sache zu erheben, an die ich glaube.«
Aus dem Englischen von
Walther Puchwein (»Der stille Amerikaner«) (Roman, 1955)
und Maria Gridling (»Ich klage an«) (Pamphlet, 1982)
1. Auflage Broschur (in dieser Zusammenstellung)