Flusspartie zum Galgen - Buch
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Peter Lovesey ist der Meister des englischen „Historiokrimis“, der Verbrechen und Geschichte, spannende Handlung und authentische Milieuschilderung verbindet, gewürzt mit echt englischem Humor. Der Kulturhistoriker bevorzugt dabei die spätviktorianische Epoche Englands, in der eine dynamische wirtschaftliche und technische Entwicklung einherging mit einer sozialen Repression, die die Bewahrung der Konventionen und des schönen Scheins über alles stellte. Die Flußpartie auf der Themse von Henley nach Oxford, zu der Loveseys bewährte Detektive Sergeant Cribb und Konstabler Thackeray von Scotland Yard mit einem jungen Konstabler und einer kecken Lehrerstudentin (ihrer wichtigsten Zeugin) im August 1889 aufbrechen, um einen Mord auf dem Fluß zu klären, ähnelt zwar sehr der idyllischen Bootsfahrt, die Jerome K. Jerome gerade in seinem Bestseller „Drei Mann in einem Boot“ beschrieben und in Mode gebracht hat, aber sie vollzieht sich vor dem düsteren Hintergrund der vergeblichen Fahndung nach Jack the Ripper, dem mysteriösen Londoner Frauenmörder. Auch die gotische Fassade des ehrwürdigen Merton College in Oxford verbirgt Dinge, für deren Vertuschung jemand noch einen zweiten Mord in Auftrag gegeben hat. Den Verbrechern wie den Detektiven bleiben peinliche Irrtümer nicht erspart, doch am Ende führt die Flußpartie natürlich die Richtigen an den Galgen.