Cover von Seine Exzellenz der Herr Minister
Rezensionen

Es wurden bisher keine Bewertungen abgegeben.

Buch
Originalsprache
Französisch
Erstveröffentlichung
1881
Band (Reihe)
-
Typ
Buch
Genre
Belletristik: Roman
Auflage
Sprache
Deutsch
Übersetzt von
Tilly Bergner
Verlagsreihe
152/153 (Roman für alle)
Jahr
1969
Seitenanzahl
304
ISBN
-
EAN
-
Ausgabe
Taschenbuch
Auflage
2
Inhalt/Klappentext

Alphonse Daudet (1840-1897), dem deutschen Leser meist nur durch den „Tartarin von Tarascon“ und die „Briefe aus meiner Mühle“ bekannt, zeichnet in diesem Roman das Bild eines Politikers, wie ihn das korrupte Regime Napoleons III. hervorgebracht und die Verhältnisse nach der Niederschlagung der Pariser Kommune 1871 gefordert haben. Ein "großer Mann“ der Dritten Republik wird darin Stück für Stück seiner ministerialen Würde entkleidet, und zum Vorschein kommt ein Winkeladvokat aus der Provence, der bedenkenlos Überzeugungen, Freunde, ja sogar seine eigene Frau verrät - eine Existenz, auf leere Versprechungen und platte Lügen gegründet, die, nationale Unterschiede abgerechnet, eine französische Entsprechung zu Heinrich Manns „Untertan“ darstellt. Die humorvolle Schilderung der Charaktereigenschaften der Südfranzosen, als deren Meister Daudet in die Literaturgeschichte eingegangen ist, verschärft sich hier zu einer Satire auf den Karrierismus und die Überzeugungslumperei eines Politikertyps, für dessen Konterfei die Minister der damaligen französischen Regierung Modell gestanden haben. Mit dem vorliegenden Roman rückt der Dichter in die Nähe der grofen französischen Gesellschaftskritiker Emile Zola und Anatole France.