Träume und Zwischenräume - Buch
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Von einem natürlichen, sinnvollen Leben träumt der zaristische Gymnasiallehrer Woletschka in seiner bürokratischen Routine. Eine Bauernpfeife, Symbol seines Traums, verteidigt er fanatisch in Revolution und Konterrevolution, bis er um den Verstand kommt. Von ungeahnten Möglichkeiten der Hühnerproduktion träumt der Frisör Schreck, als er
von dem geheimnisvollen, alle Lebensprozesse vervielfachenden roten Strahl erfährt. Aber er züchtet eine Schlangenbrut. Tschagatajew möchte ein „sozialistischer Messias“ für das auf dem Höllengrund in Not und Elend umherirrende Volk der Ausgestoßenen sein, aber er bewirkt die Bewegung der Massen selbst. Einen phantastischen Magnetismus entdeckte Lidenzow im Jahre 1952. Erst vierzig Jahre später wird seine Erfindung unerwartet fruchtbar. Doch nicht nur phantastische Träume prallen in diesen Novellen von Ehrenburg, Bulgakow, Platonow und Granin mit der realen Wirklichkeit zusammen. Zu bewältigende Zwischenräume klaffen auf. Alle diese Meisternovellen sind auch Parabeln.
Schukschins „Standpunkt“ faßt zusammen: Wunschträume und Schreckensvisionen, fixe Ideen kommen und gehen, aber der „goldene Traum“ der Menschheit lebt weiter.