Vergeltung - Buch
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Autor
Buch
Originaltitel
Originalsprache
Deutsch
Erstveröffentlichung
1956
Band (Reihe)
-
Typ
Buch
Genre
Belletristik: Kriegsroman
Auflage
Titel
Sprache
Deutsch
Verlag
Jahr
2001
Seitenanzahl
211
ISBN
3518397419
EAN
9783518397411
Ausgabe
Taschenbuch
Auflage
1
Inhalt/Klappentext
Aus dem Klappentext:
Im Jahr 1956 erscheint Gert Ledigs Roman "Vergeltung" zum ersten Mal. Das Buch hat beträchtlichen Erfolg, wird dann aber vergessen. Ledig erinnert den Krieg zu einer Zeit, als Heinrich Böll, Wolfgang Koeppen oder Günter Grass in ihren Romanen längst die bundesrepublikanische Wirklichkeit zeichnen. - Die unfaßbare Grausamkeit des Krieges, das unbeschreibliche Horrorszenario eines alliierten Luftangriffs auf eine deutsche Stadt im Juli 1944, verdichtet auf den Zeitraum einer Stunde, ein atemloses Durch- und Nebeneinander:
Ein Vater scheitert auf der Suche nach seinen Kindern, im selben Moment wird eine junge Frau mit einem wildfremden Mann verschüttet. Einer Gruppe junger Soldaten hat der Krieg den allerletzten Fetzen Menschlichkeit aus dem Gesicht gewischt. Eine Mutter auf dem Fahrrad im Bombenhagel, um ihren einzigen, längst getöteten Sohn im Flakturm zu sehen. Ein amerikanischer Bomber wird abgeschossen, ein Sergeant springt ab und stolpert orientierungslos und voller entsetzlicher Angst durch den Brand, den er selber entzündet hat.
Das sind einige der Menschen, die Gert Ledig in seinem Roman "Vergeltung" zwischen Tieffliegern, Luftschutzbunkern und verschütteten Kellern herumirren läßt. Woher sie kamen, ist gleichgültig - alle sind gleich, umgeben vom Feuer, eingeschlossen in der Hölle eines Krieges. Getrieben von schonungsloser Chronistenpflicht, erspart uns der Autor kein Detail dieser Hölle. Keine Silbe, mit der Gert Ledig glaubt das Grauen erklären zu können, kein Nebensatz dieses Romans, der einen heroischen Rest bewahren möchte. "Vergeltung" ist das Grauen, das Hereinbrechen des Infernos an einem Sommernachmittag. "Vergeltung" ist vermutlich einer der besten Romane über den Zweiten Weltkrieg und den Irrsinn des Krieges überhaupt.
Im Jahr 1956 erscheint Gert Ledigs Roman "Vergeltung" zum ersten Mal. Das Buch hat beträchtlichen Erfolg, wird dann aber vergessen. Ledig erinnert den Krieg zu einer Zeit, als Heinrich Böll, Wolfgang Koeppen oder Günter Grass in ihren Romanen längst die bundesrepublikanische Wirklichkeit zeichnen. - Die unfaßbare Grausamkeit des Krieges, das unbeschreibliche Horrorszenario eines alliierten Luftangriffs auf eine deutsche Stadt im Juli 1944, verdichtet auf den Zeitraum einer Stunde, ein atemloses Durch- und Nebeneinander:
Ein Vater scheitert auf der Suche nach seinen Kindern, im selben Moment wird eine junge Frau mit einem wildfremden Mann verschüttet. Einer Gruppe junger Soldaten hat der Krieg den allerletzten Fetzen Menschlichkeit aus dem Gesicht gewischt. Eine Mutter auf dem Fahrrad im Bombenhagel, um ihren einzigen, längst getöteten Sohn im Flakturm zu sehen. Ein amerikanischer Bomber wird abgeschossen, ein Sergeant springt ab und stolpert orientierungslos und voller entsetzlicher Angst durch den Brand, den er selber entzündet hat.
Das sind einige der Menschen, die Gert Ledig in seinem Roman "Vergeltung" zwischen Tieffliegern, Luftschutzbunkern und verschütteten Kellern herumirren läßt. Woher sie kamen, ist gleichgültig - alle sind gleich, umgeben vom Feuer, eingeschlossen in der Hölle eines Krieges. Getrieben von schonungsloser Chronistenpflicht, erspart uns der Autor kein Detail dieser Hölle. Keine Silbe, mit der Gert Ledig glaubt das Grauen erklären zu können, kein Nebensatz dieses Romans, der einen heroischen Rest bewahren möchte. "Vergeltung" ist das Grauen, das Hereinbrechen des Infernos an einem Sommernachmittag. "Vergeltung" ist vermutlich einer der besten Romane über den Zweiten Weltkrieg und den Irrsinn des Krieges überhaupt.