Der Dichter führt uns in die Via del Corno, eine jener dunklen, verwinkelten Gassen von Florenz, in denen er selbst seine Kindheit und Jugend verbrachte. Pratolini kann mit Recht behaupten, dass in diesen wenigen Quadratmetern Pflastersteinen und Häusern das ganze Universum enthalten ist. In diesen Seiten wird eine ganze Welt eingefangen: Liebe und Hass, größte Opferbereitschaft und tiefster Verrat, Zartheit und Brutalität, Reinheit und Verderbtheit. In der Via del Corno wohnen Arbeiter, Handwerker, Straßenhändler, Hehler und Dirnen. Das Leiden und die Freude dieser Menschen, das Verflechten und Auseinanderstreben ihrer Schicksale werden mit einer warmen, brüderlichen Anteilnahme beschrieben. Gelegentlich treten wir mit den Bewohnern aus dem Schatten der engen, baufälligen Häuser hinaus, nicht nur um den ausgelassenen Trubel der florentinischen Volksfeste zu erleben, sondern auch, um zu sehen, wie die Schwarzhemden Tag für Tag stärker werden und wie unter ihren Drohungen Fröhlichkeit und Lebensfreude allmählich schwinden.
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