Cover von Die Thibaults II
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Buch
Originalsprache
Französisch
Erstveröffentlichung
1929
Band (Reihe)
4+5+6 (Les Thibault)
Typ
Sammelband
Weitere Angaben

Erscheinungsjahre der einzelnen Bände des Original-Zyklus “Les Thibault” von Roger Martin du Gard :

Band/Teil    Titel (Original)                    Jahr der Erstveröffentlichung
1                 Le Cahier gris                     1922 
2                 Le Pénitencier                     1922 
3                 La Belle Saison                    1923 
4                 La Consultation                   1928 
5                 La Sorellina                         1928 
6                 La Mort du père                  1929 
7                 L’Été 1914 (drei Teilbände)  1936 
8                 Épilogue                              1940 

Genre
Belletristik: Roman
Auflage
Sprache
Deutsch
Übersetzt von
Eva Mertens
Verlagsreihe
Jahr
1979
Seitenanzahl
408
ISBN
-
EAN
-
Ausgabe
Leinen
Auflage
2
Inhalt/Klappentext

Inhalt

Vierter Roman: Die Sprechstunde

Fünfter Roman Sorellina

Sechster Roman: Der Tod des Vaters

Antoine Thibault erlebt sommerlich heiße Tage in Paris - ganz andere Tage als sein Bruder Jacques, von anderen Begierden, anderen Sehnsüchten und Wünschen erfüllt. Aus der Zufallsbegegnung mit der rothaarigen Rahel ist eine Liebe entstanden, wie er sie bisher nicht gekannt hat. Eine eigenartige Frau, diese Rahel, von überschäumender Sinnenfreude und geradezu davon besessen, die Vergangenheit heraufzubeschwören. Eines Tages bleibt Antoine allein zurück - der Sommer ist vorbei. Durch Zufall ist Antoine auf ein schmales Buch, die Novelle „La Sorellina“, gestoßen, die er mit ungläubigem Staunen liest. Die hier geschilderten Menschen tragen fremde Namen und leben in einem anderen Land, aber er kennt sie, ihm sind die Gestalten vertraut. Giuseppe und Humberto, die beiden Brüder, Annetta, die „kleine Schwester“ - für ihn heißen sie Jacques, Antoine und Gisela; Mrs. Powell und ihre Tochter Sybil, die „Ketzerinnen“ - wer sollte das sein, wenn nicht Madame de Fontanin und Jenny, die der alte Thibault von jeher mit seinem Haß verfolgte? Ja, alles stimmt, und doch widerstrebt Antoine der Gedanke, daß Jacques, der Verfasser der Novelle, hin und her gerissen zwischen seiner Liebe zu Jenny und der Leidenschaft für Gisela, keine andere Möglichkeit blieb als die Flucht. Herr Thibault wird nie erfahren, was den Sohn, den er seit drei Jahren tot glaubt, von zu Hause forttrieb. Er weiß nicht, daß er sich in der Schweiz einem Kreis junger Sozialisten und Pazifisten angeschlossen hat, noch nimmt er wahr, daß Jacques jetzt an seinem Sterbebett steht. In seinem qualvollen Todeskampf ist sich der Greis nur noch seiner Schmerzen bewußt, für die es keine Linderung gibt. Wieder einmal muß sich Antoine mit der Frage auseinandersetzen, die ihm nur das eigene Gewissen beantworten kann: Darf er als Arzt einen unheilbaren Kranken von seinem Leiden erlösen? Der Tod des tief im bürgerlichen Milieu und im katholischen Glauben verwurzelten Vaters befreit die Söhne von den Fesseln einer lastenden Vergangenheit, die sie nunmehr, jeder seiner Wesensart gemäß, endgültig abstreifen werden.

Bemerkungen
  1. Auflage ex libris Volk und Welt