Herzog - Buch
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"Wenn ich den Verstand verloron habe, soll's mir auch recht sein." Moses E. Herzog, der vom Menschen besessene Held dieses philosophischen Romans. Professor für englische Literatur und Geschichte, befindet sich in einer scheinbar ausweglosen emotionalen und geistigen Krise. Doch bei aller Enttäuschung über seine gescheiterten Ehen, der Verrat ehemaliger Freunde. Die Ausbeutung durch Psychiater und Rechtsverdreher, bei aller Sorge um das Schicksal seinnes Kindes, trotz finanzieller Nöte weigert er sich, ein Opfer des Selbstmitleids zu werden. Mit ironischer Gelassenheit erhebt er sich über seine prekäre Situation und sucht den Dialog, denn - so schrieb der Romancier Bellow an anderer Stelle - „Der Dialog, nicht der Monolog ist die Grundlage des zivilisierten Lebens“. Herzog beginnt mit der Selbstverständigung in Form der Korrespondenz mit berühmten - lebenden und tohen -Männern aus Wissenschaft, Kunst und Philosophie. Die brillante, meist ohne Echo verhallende Provokation bringt ihn seinem Ziel nicht viel näher. Erst in der ländlichen Abgeschiedenheit der Berkshire-Berge deutet sich an, daß Moses E. Herzog sich selber wiederfinden wird und wahrscheinlich auf em Weg ist, zum Dialog zu gelangen, "Indem Saul Bollow überzeugend darlegt, wie heute die Krise des Denkens und des Geistes im größten Land der kapitalistischen Welt anwächst",schrieb der sowjetische Literaturkritiker F.M. Mendelson in der „Literaturnaja Gaseta", " bringt er die Bosorgnis zum Ausdruck, die viele seiner Landsleute empfinden."