Cover von Pedro Páramo. Der Llano in Flammen
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Buch
Originalsprache
Spanisch
Erstveröffentlichung
1983
Band (Reihe)
-
Typ
Buch
Genre
Belletristik: Roman
Auflage
Sprache
Deutsch
Übersetzt von
Mariana Frenk
Verlagsreihe
Jahr
1983
Seitenanzahl
322
ISBN
-
EAN
-
Ausgabe
Leinen
Auflage
Erstauflage
Inhalt/Klappentext

Wenn man über den Paß Los Colimotes hinweg ist, liegt eine wunderschöne Ebene vor einem, ganz grün, und auch etwas gelb vom reifen Mais. Von dieser Stelle aus sieht man Comala ...
Das Heimatdorf in der Erinnerung einer Verstoßenen, ein Bild der Sehnsucht, das der zum Vater heimkehrende Juan Preciado von der Paßhöhe aus mit den Augen der Mutter in der sich ihm öffnenden Landschaft sehen möchte. Doch Comala ist kein paradiesischer Ort, sondern ein wüster Steinhaufen inmitten einer von Dunst überzogenen, sonnenverbrannten Einöde. Merkwürdig ist das Gebaren der wenigen hier noch hausenden Menschen; Seufzer, Stimmen, Echos schlagen an das Ohr des Besuchers. Er hat Gesichte und Träume, Beklemmung erfaßt ihn, lähmt ihn, tötet ihn. Vor Juan Preciado öffnet sich eine irre Welt des Jenseits, ein Totenreich. In bruchstückhafter Folge von Einblendungen, Reminiszenzen und Visionen entsteht vor dem Leser die Gestalt des skrupellosen Dorfpotentaten Pedro Páramo, der sich in seiner Machtgier ganz Comala unterwarf, jedoch an einer unerwiderten Liebe scheiterte und seinen Mitmenschen Rache schwor. Der künstlerisch eigenwillige Roman «Pedro Páramo» spiegelt - wie der Kurzgeschichten- band «Der Llano in Flammen» - ein Stück mexikanischer Geschichte. Die steinige Hochebene des Großen Llano ist in dieser modernen Saga der Schauplatz ungezügelter Machtauseinandersetzungen und Verbrechen, Hintergrund des kargen Lebens der Bauern nach der unvollendeten Mexikanischen Revolution.