Cover von Tante Lisbeth
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Buch
Originaltitel
Originalsprache
Französisch
Erstveröffentlichung
1846
Band (Reihe)
-
Typ
Buch
Genre
Belletristik: Roman
Auflage
Sprache
Deutsch
Übersetzt von
Arthur Schurig
Verlag
Jahr
1979
Seitenanzahl
436
ISBN
-
EAN
-
Ausgabe
Taschenbuch
Auflage
Erstauflage
Inhalt/Klappentext

Diese beiden Romane, Cousin Pons und Cousine Bette, sind seine größte Leistung. Auf der Höhe seines Lebens erreicht Honoré de Balzac hier die äußerste Höhe seiner Kunst. Nie war sein Blick klarer, seine gestaltende Hand fester und rücksichtsloser ... Die Bitterkeit vieler Erfahrungen ist in diesen Bänden, die wirkliche Erkenntnis der Welt. Ein Mann, dem nichts mehr blendet, dem nichts mehr imponiert, weder äußere Erfolge noch Luxus und Eleganz, hat sie geschrieben. In seiner Galerie der Monomanen nun der Erotomane Baron Hulot. Nach der etwas zu sehr im Stil der Kameliendame gezeichneten Torpille aus den "Splendeurs et misères des courtisanes", dem gefallenen Mädchen par excellence, apprêtiert auf den Pariser Geschmack, nach dieser ein wenig theatralischen Kurtisane nun einmal die wirkliche, die geborene Hure: diese Madame Marneffe, die Bürgersfrau, die sich an jeden verkauft. Und neben ihr die unvergleichliche Cousine Bette, diese ins Dämonische transponierte Lisbeth, die alte Jungfer, die nicht genießt und nur beneidet, die kuppelt aus einer bösen und verborgenen Lust. In diesen letzten Romanen ist ein Realismus erreicht, eine Wahrheit des Gefühls, eine Durchleuchtung der Leidenschaften, wie die französische Literatur sie nie mehr übertroffen hat.

Stefan Zweig

Bemerkungen

auch erschienen unter den Titeln "Kusine Lisbeth", 1910 und "Cousine Bette. Die Rache einer Frau", 2022