Die „bb-Reihe“ des Aufbau-Verlag erschien von 1958 bis 1990 in der Deutsche Demokratische Republik und umfasste 653 Taschenbuchbände. Sie bot klassische und moderne Weltliteratur in preisgünstiger, handlicher Form und hatte einen klaren Bildungsanspruch: Hochwertige Literatur sollte einem möglichst breiten Leserkreis zugänglich sein. Trotz kulturpolitischer Rahmenbedingungen zeichnete sich die Reihe durch eine bemerkenswerte literarische Qualität und internationale Vielfalt aus. Ihr einheitliches, sachliches Erscheinungsbild machte sie im Buchhandel sofort erkennbar; viele Titel wurden mehrfach aufgelegt und sind bis heute antiquarisch verbreitet.
Die Bezeichnung „bb“ wurde offiziell als Reihen-Signet verwendet und meist als Kürzel für „Aufbau-Bibliothek“ verstanden. Die gelegentlich zu hörende Deutung „billige Bücher“ ist hingegen keine offizielle Bedeutung, sondern eher eine volkstümliche, augenzwinkernde Erklärung – wobei „billig“ hier im Sinne von preiswert durchaus zum Konzept der Reihe passte, jedoch nicht die tatsächliche Namensherkunft war.
Im Verlag wurde die (offizielle) Bezeichnung "bb-Taschenbuch" verwendet.