Mitten in die Kriegsereignisse des Jahres 1940 ist die Liebesnovelle zwischen der deutschen Frau Pauline Kropp und dem polnischen Zwangsarbeiter Stasiek Zasada hineingestellt. Liebe ist eine Form des Widerstands, sagt Rolf Hochhuth, und in diesem Sinne wird die Verbindung der beiden nicht nur zu einer durch Tod und KZ bedrohten Tragodie, sondern zugleich der Versuch zweier Menschen, sich in der Liebe und durch die Liebe zu behaupten, und sei es für einen einzigen, kleinen Augenblick ihres Lebens. Die Größe und Leidenschaftlichkeit der Beziehung zwischen Pauline und Stasiek wächst durch die Gefährdung und die kurze Frist, die ihr gegeben ist, inmitten einer Umwelt, die von Neid und Haß, von Verrat und Denunziation beherrscht wird. Auf der essayistischen Ebene dieses vielgestaltigen Romans behandelt Rolf Hochhuth die Battle of Britain, voller Bewunderung für die große Leistung des Premiers Winston Churchill, der ein erbitterter, kompromißloser und tatenreicher Gegner des Faschismus war. Zwar wird ihm manches zugerechnet, was das ganze britische Volk geleistet hat, entscheidend aber ist, daß Hochhuth aus dèr Liebe zweier Menschen und aus seiner Geschichtsanalyse die Gewißheit gewinnt: ein unmenschliches Herrschaftssystem ist schon auf dem Höhepunkt seiner Macht zum Untergang verurteilt.
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