Die „Bibliothek der Weltliteratur“ erschien von 1967 bis 2003 im Aufbau-Verlag (Berlin/Weimar) und war eine bedeutende Editionsreihe klassischer Werke der Weltliteratur. Ziel war es, zentrale Texte verschiedener Epochen, Kulturen und Sprachräume in deutscher Übersetzung einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Im Rahmen eines verlagsübergreifenden Gemeinschaftsprojekts beteiligten sich zeitweise auch der Verlag Rütten & Loening, Volk und Welt, der Insel Verlag sowie der Reclam-Verlag Leipzig. Die bei den beteiligten Verlagen erschienenen Bände wurden in einheitlicher typografischer und gestalterischer Ausstattung veröffentlicht und trugen das Reihensignet „BDW“. Trotz eigenständiger verlegerischer Verantwortung folgten sie einem gemeinsamen editorischen und literarischen Anspruch.
Die Reihe umfasste Romane, Dramen, Lyrik sowie philosophische und essayistische Texte von der Antike bis zur Moderne. Sie war keine fortlaufend nummerierte Serie, sondern eine repräsentative Sammlung eigenständiger Werke, die in einer einheitlichen, qualitativ hochwertigen Ausstattung erschienen. Die verlagsübergreifende Konzeption unterstreicht den kulturpolitischen und literarischen Stellenwert des Projekts.
Heute gilt die „Bibliothek der Weltliteratur“ als eine der wichtigsten klassischen Buchreihen des DDR- und gesamtdeutschen Buchwesens und ist sowohl literarisch als auch sammlerisch von anhaltender Bedeutung.